Bővebb ismertető
PEDRO DE VALDIVIA
Aus einem Brief an Kaiser Karl V., geschrieben im Jahr 1551
über die Vortrefflichkeit dieses Landes kann ich wahrhaftig sagen, daß alle die Untertanen Eurer Majestät, so sich in ihm befinden und Neu-Spanien zu Gesicht bekommen haben, meinen, daß es hier viel mehr Menschen gebe als daselbst; alles ist ein Volk und eine Saat und eine Goldmine; und man müßte die Häuser geradezu aufeinandertürmen, wenn noch mehr als vorhanden hineinpassen sollten; es ist wie Peru reich an Vieh, mit einer Wolle, die bis auf den Boden schleift; ist üppig versehen mit allen Feldfrüchten, so die Indianer zu ihrem Unterhalte pflanzen, als da sind Mais, Kartoffeln, Quinua, Madie, Ajipfeffer und Bohnen; die Menschen sind hochgewachsen, friedfertig, freundlich und weißhäutig und von schönem Angesicht, also Männer wie Frauen, allesamt nach ihrer Tracht in Wolle gekleidet, die Kleider freilich von ein wenig grober Art. Sie haben ungeheure Furcht vor Pferden; sie lieben im Übermaß ihre Kinder und Frauen und Häuser, welchselbe sehr gut und kräftig aus großen Tafeln erbaut sind, überdies zahlreich und sehr groß, zu zwei, vier und acht Türen; angefüllt mit jeglicher Art Speise und mit Wolle; zudem haben sie viele und blitzsaubere Ton- und Holzgefäße, sie sind große Ackersleute und ebenso große Trinker.
Die Indianer sprechen zu ihrer Lanze:
Dies ist mein Herr; er befiehlt mir nicht, daß ich für ihn Gold suche oder ihm Kräuter und Holz herbeischaffe, noch daß ich sein Vieh hüte oder säe und schneide. Und da dieser Herr mir die Freiheit erhält, will mit ihm ich gehen.