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Die Sonne scheint in das Büro der Grabdenkmalsfirrna Heinrich Kroll & Söhne. Es ist April 1923, und das Gescháft geht gut. Das Frühjahr hat uns nicht im Stich gelassen, wir verkaufen glánzend und werden arm dadurch, aber was können wir machen, - der Tod ist unerbittlich und nicht abzuweisen, und menschliche Trauer verlangt nun einmal nach Monumenten in Sandstein, Marmor und, wenn das Schuldgefühl oder die Erbschaft betrachtlich sind,sogar nach demkostbaren schwarzen schwedischen Gránit, allseitig poliert. Herbst und Frühjahr sind die besten Jahreszeiten für die Hándler mit den Utensilien der Trauer - dann sterben mehr Menschen als im Sommer und im Winter im Herbst, weil die Sáfte schwinden und im Frühjahr, weil sie erwachen und den geschwáchten Körper verzehren wie ein zu dicker Docht eine zu dünne Kerze. Das wenigstens behauptet unser rührigster Agent, der Totengráber Liebermann vom Stadtfriedhof, und der muB es wissen; er ist achtzig Jahre alt, hat über zehntausend Leichen eingegraben, sich von seiner Provision an Grabdenkmálern ein Haus am Fluö mit einem Garten und einer Forellenzucht gekauft und ist durch seinen Beruf ein abgeklárter Schnapstrinker geworden. Das einzige, was er hafít, ist das Krematorium der Stadt. Es ist unlautere Konkurrenz. Wir mögen es auch nicht. An Urnen ist nichts zu verdienen. Ich sehe auf die Uhr. Es ist kurz vor Mittag, und da heute Sonnabend ist, mache ich Schlufi. Ich stülpe den Blechdeckel auf die Schreibmaschine, trage den Vervielfáltigungsapparat