Bővebb ismertető
1.
Zum erstenmal sah ich die kalifornische Wüste, und sie wirkte leer und verlassen auf mich. Ich ließ die Berge der Küste hinter mir und setzte meine Reise mit dem Mietwagen auf direktem Weg fort. Sogar die Wüstenpflanzen hatten die Farbe des Sandes angenommen und die Berge, die sich am fernen Horizont abzeichneten, waren aus kahlem, dunkelbraunem Felsgestein. Die Landschaft hatte etwas Unheilvolles an sich und spiegelte meine Angst und Besorgnis wider. Hinter jedem Felsen und jeder Verwehung im Sand vermutete ich eine Gefahr, aber dies war nicht weiter verwunderlich, denn die Bedrohung würde für uns ja bald Wirklichkeit werden.
Ich hatte immer geglaubt, daß mir die Wüste auf Anhieb gefallen würde. Ich hatte eine Menge darüber gelesen, und in einem der Heime, in denen ich aufwuchs, gab es eine Frau namens Helen Johnson, die aus dem Südwesten stammte. Sie bereicherte meine Phantasie mit Bildern und Wissen über die Wüste, und ich war immer begierig gewesen, dies alles einmal mit eigenen Augen zu sehen. Allerdings nicht unter diesen Umständen - nicht wenn eine endlos erscheinende Wüste mir das bedrohliche Gefühl vermittelte. Blicken ausgesetzt zu sein, die mich vielleicht schon ausfindig gemacht hatten.
In dem Moment, als ich zu meinem kleinen Sohn hinüberschaute, der auf dem Beifahrersitz schlummerte, wurde er unruhig, wimmerte leise vor sich hin, fand dann aber eine bequemere Lage und schlief gleich darauf wieder ein. Der blaue Fleck auf seiner Wange war noch immer grausam sichtbar, und von neuem entbrannte in mir die Wut. Diesmal hatte die Wut jedoch eine befreiende Wirkung, worüber ich froh war. Mein Zorn war schon viel zu lange nutzlos