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Vorwort des Übersetzers
Nikolai Semjenowitsch Lj esskow (1831-1895), der zwei* fellos den großen russischen Erzählern zuzuzählen ist, ward ein Opfer der ungeschriebenen Zensur seines Vaterlandes. Weil man ihn — sehr mit Unrecht — für einen Reaktionär hielt, da er — sehr mit Recht — auf schwere Übelstände in der damaligen (nihilistischen) Freiheitsbewegung hinwies, ward er einfach von der geistig maßgebenden Schicht der russischen Gesellschaft, der Intelligenz, totgeschwiegen. Mit solchem Erfolg, daß heute—ein Lebensalter nach seinem Tode - seine Werke geradezu wie Entdeckungen wirken: Wir sehen auf einmal, daß auch die ganz großen Russen Turgenjew, Tolstoi und selbst Dostojewsky — an deren Allseherblick wir unbedingt glaubten — uns eine Seite der russischen Seele schuldig blieben. Wir müssen uns ein* gestehen: selbst bei dem Genie rächt es sich, wenn es dem wirklichen werktätigen Leben fernbleibt, sei es als Aristokrat, sei es als Berufsschriftsteller. Daß man als solcher überhaupt die Seele des einfachen Mannes erfassen kann in ihrem unmittelbaren, rein geistigen Sein: ihrem ewigen Antwortenmüssen auf die Fragen des
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