Bővebb ismertető
Cohen verschwindet
Am Morgen des i6. November 1979, es war ein Freitag, wurde Mari Somogyi durch das Piepen des elektronischen Weckers, der gleichzeitig das Radio einschaltete, aus dem Schlaf geschreckt. Der Sender Kossuth verlas in düsterem, bedrohlichem Ton eine TASS-Mitteilung, die sich gegen die Machenschaften der amerikanischen Geheimdienste in Afghanistan richtete. Nervös suchte Mari Somogyi nach den Ausschaltknöpfen beider Geräte und blieb, nachdem sie diese gefunden hatte, noch ein paar Minuten lang mit halb geschlossenen Lidern auf der Schaumstoffmatratze unter der schweren Wolldecke liegen. Sie brauchte einige Sekunden, um den Grund für ihre innere Unruhe festzustellen. Dann erkannte sie, daß der Platz neben ihr leer war. Cohen war nicht mehr da.
Sie ging ins Badezimmer und stellte sich unter die Dusche. Dabei fiel ihr nach und nach ein, was sie am Vorabend mit Cohen vereinbart hatte: Sie wollten heute zusammen frühstücken und gemeinsam das Haus verlassen; sie würde zu einer Vorlesung an der Uni gehen und er in das Institut für Bedürfnisforschung. Dort sollte heute eine DDR-Delegation eintreffen, für die er dolmetschen würde. Die vorgeschriebene Dienstkleidung -Anzug, weißes Hemd und Krawatte - hatte er deshalb am Vorabend auf einem Stuhl neben der Matratze bereitgelegt.
Ohnehin befand sich der größte Teil von Cohens persönlichem Besitz bei Mari Somogyi. Aber Mari wäre