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Vorwort
Die durchweg wohlwollende Aufnahme, welche die ersten Bände der »Deutschen Historiker« (5 Taschenbücher in der Kleinen Vanden-hoeck-Reihe 1971/72, in einem Leinenband 1973) als zuverlässige Informationsquelle und handlicher Überblick in der deutschen und internationalen fachwissenschaftlichen Kritik erfahren haben, ermutigt Verlag und Herausgeber dazu, das Unternehmen fortzusetzen. Erneut haben Historikerinnen und Historiker der mittleren und jüngeren Generation zusammengearbeitet, um in gedrängter Form wichtige deutsche Historiker zu behandeln; lebende Persönlichkeiten blieben weiterhin ausgeschlossen. Die Anlage der Essays folgt dem Vorbild der ersten Bände. Wie bisher wird der Begriff der »deutschen« Historiker großzügig ausgelegt: Er umfaßt deutschschreibende Historiker gleich welcher Staatsangehörigkeit und schließt hier, ohne den leisesten Anhauch eines Kulturimperiahsmus, die Österreicher Otto Bauer und Joseph Alois Schumpeter ganz so unbefangen ein wie die in ihrer amerikanischen bzw. französischen Exilheimat wirkenden George W. F. Hallgarten und Bernhard Groethuysen.
Die Zielvorstellungen, die uns bei diesem Projekt vorschweben, sind im wesentlichen dieselben geblieben, die wir Anfang der 70er Jahre verfolgt haben.
1. Wir wollen für alle diejenigen, die an der Geschichtswissenschaft interessiert sind, die MögHchkeit verbessern, sich schnell und zuverlässig über herausragende deutschschreibende Historiker zu informieren. Deshalb gehört zu den Essays, die einheitliche Sachgesichtspunkte in ihrer komprimierten Darstellung berücksichtigen, eine Auswahlbibliographie der bedeutendsten Veröffentlichungen des behandelten Wissenschaftlers und der wesentlichen Schriften über ihn und sein Werk.
2. Wir wollen uns auch jetzt nicht auf die Universitätshistoriker, die akademische Profession im engeren Sinn, beschränken, sondern wiederum die anregenden, nicht minder wesentlichen Außenseiter hinzunehmen. Das ist nicht nur aus Gründen der Gerechtigkeit und der Wissenschaftsgeschichte geboten, sondern auch aus wissenschaftspoliti-
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