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Die Erklärung von Boris Jelzin, die er am 19. August 1991 vor dem russischen Parlamentsgebäude in Moskau verlas:
An die Bürger von Rußland
In der Nacht vom 18. auf den 19. August wurde der verfassungsmäßig gewählte Präsident des Landes entmachtet.
Was auch immer hinter dieser Entmachtung steht - wir haben es mit einem rechtsradikalen, einem verfassungswidrigen Umsturz zu tun.
Trotz aller Schwierigkeiten und Leiden, die unser Volk erlebt, nimmt der Demokratisierungsprozeß seinen Aufschwung und ist unumkehrbar. Die Völker von Rußland werden nun selbst über ihr Schicksal entscheiden. Die Rechte der Verfassungsorgane, inklusive der Partei, wurden spürbar reduziert. Die Führung von Rußland hat eine Entscheidung zugunsten des Unionsvertrages getroffen und strebt die Einheit der Sowjetunion wie auch die Einheit von Rußland an. Unsere diesbezügliche Position hat es ermöglicht, die Vorbereitung des Vertrages wesentlich zu beschleunigen, ihn mit allen Republiken abzustimmen und das Datum seiner Unterzeichnung festzusetzen, nämlich den 20. August dieses Jahres.
Dieser Ablauf der Geschehnisse hat die reaktionären Kräfte gereizt und sie bewogen, den abenteuerlichen Versuch zu unternehmen, die schwierigsten politischen und wirtschaftlichen Probleme mit Gewalt lösen zu wollen. Auch früher schon wurden Versuche unternommen, einen solchen Umsturz durchzuführen.
Wir waren und sind jedoch der Meinung, daß solche Gewaltmethoden nicht akzeptabel sind. Sie diskreditieren die Sowjetunion, untergraben unsere Glaubwürdigkeit in allen Ländern der Welt und werfen uns in die Zeiten des Kalten Krieges und die Isolation der Sowjetunion von der Weltgemeinschaft zurück.
Dies alles veranlaßt uns, das sogenannte Komitee für den Ausnahmezustand, das an die Macht gelangt ist, für gesetzwidrig zu