Bővebb ismertető
Zu diesem Buch Beide hatten einen glánzenden Start: zwei Mánner, die in der Filmbranche Karriere machten, der eine Regisseur, der andere Filmjournalist. Ein gut funktionierendes Gespann, das in die Jahre gekommen ist. Der Journalist ist an seinem Schreibtisch sitzen geblieben, der Filmemacher hat die Ideale der frühen Jahre verdrángt und mit kommerzieller Kinoware das grofie Geld verdient. In seiner Reichweite steht immer das Kástchen mit seiner Erfolgszigarre, der Davidoff. Der Journalist zieht Bilanz: «Freunde sind wir alle nie geworden, und als wir álter wurden, habén wir uns in die Rolle von Berufsgegnern eingelebt, die sich bei kurzen Begegnungen auf Parties oder Filmfesten die Hánde schütteln und den náchsten Streifen des anderen schon im voraus verachten.» Eines Tages erwacht der Journalist aus einer zunáchst unerklárlichen Bewufitlosigkeit und findet sich in einer totál veránderten Situation wieder: Er ist eingesperrt und trágt den Morgenmantel des Filmemachers, der ihm in seiner Abwesenheit sein Seehaus anvertraut hat, offensichtlich Opfer eines Irrtums. Wáhrend er auf die Lösung seines Falles wartet, stellt sich ihm die Frage nach seinem Marktwert: Wieviel wird der Partner zahlen, um das Leben eines Stofflieferanten zu retten - und seine Feder, die bereitwillig an der Legende vom guten Gespann, der professionellen Kameraderie und der ungebrochenen Mánnlichkeit mitschrieb. Die Rettung des Journalisten ist gleichzeitig auch das Urteil über ihn: Er wird von den erdrückenden Wohltaten seines Partners immer tiefer in die Rolle des Mitláufers gedrángt. Die Mánner táuschen Kameraderie vor, wo der Schlagabtausch zwischen ihnen eigentlich schon das Ausmafi einer bizarren Feindberührung angenommen hat. Seuren hat eine bitter-komische Persiflage auf eine verstorbene Partnerschaft geschrieben, die sich ihr Ableben noch nicht eingestanden hatte. Die Schüsse, die fallen, sind das Privileg der Frau, die am Ende auf Mánner schiefit, die sich geirrt habén. Eine Frau gewinnt, die gar nicht siegen wollte. Und Fiedler wird ein Kunstpreis mit Scheck verliehen, steuerfrei, womit die Welt der Branche wieder in Ordnung wáre - und eine Nestbeschmutzung wie diese weiteren Ehrungen nicht im Wege steht.