Bővebb ismertető
I
Das Wasser ist resedagrün und mit Schaum gesprenkelt. Ich stehe neben Raltesophie und betrachte ein Schiff. Weit draußen ein helles Schiff, ein Leuteschiff, ein Feiertagsschiff, aus dem unverhofft ein dunkles, betäubendes, himmelschreiendes Heulen hervordringt. Ich schlage lang hin und breite die Arme aus. Raltesophie stellt mich wieder auf und drückt mich mit dem Rücken an eine Hauswand. Wieder und wieder jagt das Schiff dieses Heulen aus sich heraus. Ich halte mir die Ohren zu und höre es trotzdem. Ich bin vollkommen eingehüllt in die Sirenentöne. Ich starre es an und kriege nicht heraus, ob es wegfährt oder sich nähert. Ich will, daß das Schiff aufhört zu brüllen und herkommt. Meine erste Erinnerung ist das Toben einer Schiffssirene auf der offenen See vor Cux-haven-Duhnen.
Noch jahrelang hat Raltesophie, wenn Besuch kam, erzählt, wie ich verlorenging. Sie hatte mich am Strand ausrufen lassen.
Gesucht wird ein Mädchen, vier Jahre alt, dunkel, mit einer roten Propellerschleife und langen goldenen Ohrringen. Es ist nackt und streckt den Bauch vor. Wer das Mädchen gesehen hat, melde sich bitte sofort bei der Strandwache. Dann zeigte sie ein Foto herum, groß wie ein Rüchentablett, und ich kroch unter den Eßtisch.
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