Bővebb ismertető
Bei der Leichtigkeit, mit welcher sich der Umsatz elektrischer Energie in Wärme vollzieht, bei dem Alter unserer Kenntnisse über diesen Energieumsatz, sowie bei den Vorzügen dieser Art der Wärmeerzeugung gerade für schwierigere Aufgaben der Erhitzungstechnik muss es überraschen, daß nach Erfindung der Dynamomaschine noch etwa ein Menschenalter vergehen mußte, ehe sich der Bau elektrischer Öfen in regerer Weise entwickelte und die Anwendung derselben einen größeren Umfang annahm. Noch zur Zeit der Veröffentlichung meiner ersten Abhandlung über Entwicklung, Bau und Betrieb der elektrischen Öfen im Jahre 1896 war die Zahl der außer für Versuchszwecke in Betrieb befindlichen Ofensysteme eine sehr geringe.Über den Umsatz von Elektrizität in Wärme wissen wir, daß, wenn beim Durchgange eines Stromes I (in Amper) durch eine Leiterstrecke die elektromotorische Kraft E (in Volt) verbraucht wird, die entwickelte Wärme der Arbeit E I äquivalent sein muß. Da das Wärmeäquivalent für I Watt 0,24 cal. ist, so erhalten wir die in t Sekunden entstehende Wärmemenge Q in Grammkalorien zuQ = o,24-E-I-t.Ist uns an Stelle von E oder I der Widerstand W (in Ohm) gegeben, so erhalten wir entweder {E =^W-r)\Bei der Ausführung von Erhitzungsversuchen und bei der Überwachung elektrischer Ofenbetriebe ist natürlich die GleichungQ = o,24-E-I-tdie brauchbarste, da man ja an den Enden der Stromzuleitungen des elektrischen Ofens ohnehin stets den Spannungsverlust mißt und außerdem die Stromstärke kennt. Nun, in den drei Gleichungen des Joule-schen Gesetzes haben wir jeden nur wünschenswerten Aufschluß über die zu wählenden Arbeitsbedingungen, wenn wir eine bestimmte Wärmeleistung erzielen wollen und uns entweder nach einem gegebenen Widerstande oder nach einem gegebenen Strome zu richten haben.Borchers, Öfen,I