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EINLEITUNG Die Entführung aus elem Serail" hat Mozarts Ruhm als Opernkomponist begründet, aber sie ist nicht sein musikdramatischer Erstling. Seitdem der kaum Zehnjáhrige 1766/67 auf BefehI des Erzbischofs von Salzburg einen ersten Versuch unternommen hatte, zu dessen völliger Bewáitigung die Eigenkráfte vorerst noch nicht ausreichten, hatte ihn das Musiktheater immer erneut angelockt. Im Wettstreit mit den zeitgenössisc'nen Meistern tat der Wunderknabe es diesen erfahrenen Praktikern zuweilen gleich, aber nicht zuvor. Noch war er einer unter vielen, noch war er nicht in seinem eigentlichen Element. über denAbstand zwischen den zeitgebundenen Talenten und dem, den Zeitsinn erfassenden und gestaltenden Cenie entschied nach so manchem Anlauf erst 1782 die Entführung" des herangereiften sechsundzwanzigjáhrigen Mozart. In der Reihe der dem Musiktheater zugehörigen Werke steht sie, nimmt man einige gleichfalls unvollendet gebliebene Versuche hinzu, an vierzehnter Stelle. Die Sturm-und-Drang-Periode des Jünglings war das Jahr zuvor mit dem genialischen Idomeneo" (1781) abgeschlossen worden, der noch ganz im grofiartig pathetischen Stil der Opera seria (seriöse, groOe Oper) gehalten war. Von solcher Zielsetzung wandte sich das neue Werk völlig ab und schlug jene andere Linie ein, die Mozarts künstlerischen Beitrag zu einem überzeitlich wirksamen Musiktheater von nationaler Haltung ausmacht. Der Entführung" folgte zunáchst als kleines Zwischenspiel Der Schauspieldirektor" (1786), aber nodi im selben Jahr ersdiien auch