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Die Ermitage [antikvár]

Die Ermitage [antikvár]

 
D'ie Entstehung der Abteilung für westeuropäische Kunst der Ermitage wiederholt in vielem die Geschichte St. Petersburgs Leningrads. So wie die neue russische Hauptstadt, gegründet im Ödland, im sumpfigen Delta der Newa, bereits nach einem Vierteljahrhundert die Einbildungskraft der Zeitgenossen durch ihren Luxus und ihre Schönheit überraschte, die den ältesten Hauptstädten der Welt nichts nachgab, so konnte auch die Sammlung westeuropäischer Kunst, deren Anfang 1764 gelegt wurde das Jahr 1764 gilt als Gründungsjahr der Ermitage ...
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D'ie Entstehung der Abteilung für westeuropäische Kunst der Ermitage wiederholt in vielem die Geschichte St. Petersburgs Leningrads. So wie die neue russische Hauptstadt, gegründet im Ödland, im sumpfigen Delta der Newa, bereits nach einem Vierteljahrhundert die Einbildungskraft der Zeitgenossen durch ihren Luxus und ihre Schönheit überraschte, die den ältesten Hauptstädten der Welt nichts nachgab, so konnte auch die Sammlung westeuropäischer Kunst, deren Anfang 1764 gelegt wurde das Jahr 1764 gilt als Gründungsjahr der Ermitage bereits nach 25 Jahren mit den berühmtesten europäischen Sammlungen wetteifern. Das Wachstum des Museums vollzog sich frappierend schnell. Schon im ersten gedruckten Katalog, der zehn Jahre nach der Gründung der Ermitage herausgegeben wurde, sind 2080 Gemälde aufgezählt, in weiteren zehn Jahren wuchs der Bestand auf 2568. Das war keine Anhäufung, sondern eine sorgfältig zusammengestellte Sammlung, die bereits die Mehrzahl der Meisterwerke, die der Ermitage Weltruhm einbrachten, einschloß. 1764 erhielt Katharina II. von dem Berliner Kaufmann Gotzkowsky als Gegenwert für seine Schulden beim russischen Staat 225 Gemälde, vorwiegend holländische und flämische Meister. Diese Gemälde waren für den preußischen König Friedrich II. gesammelt worden, der auf Grund von finanziellen Schwierigkeiten, die durch den Siebenjährigen Krieg hervorgerufen wurden, von dem Ankauf Abstand nehmen mußte. Über fast unbegrenzte Mittel verfügend, schreckte die russische Kaiserin vor keinen Unkosten bei der Vervollständigung ihres Museums zurück.Das schnelle Wachstum der Ermitage in ihren ersten Jahren wurde in bekanntem Maße von dem auf dem damaligen Kunstmarkt, besonders in Paris, vorhandenen Bestand der verschiedensten Kunstwerke bestimmt. Auf vielzähligen Auktionen und Verkäufen erschienen Schätze, von der Aristokratie gesammelt, die ihre Rolle ausgespielt und gegen Ausgang des 18. Jahrhunderts von der historischen Arena abging. Vertreter des russischen Hofes konnte man auf allen Auktionen treffen, die irgendwelche kostbaren Ankäufe versprachen. Auf einer solchen wurde zum Beispiel Rembrandts Die Heimkehr des verlorenen Sohnes gekauft. Für die Bildung des Museums besaßen allerdings weniger einzelne, wenn auch besonders glückliche Ankäufe große Bedeutung, als vielmehr die Erwerbung komplexer Sammlungen, die seinerzeit von Kennern und Liebhabern zusammengestellt worden waren. Der erste Ankauf dieser Art war 1769 der der Gemäldesammlung des Grafen Brühl von seinen Erben in Dresden. Graf Brühl, allmächtiger Minister des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August III., leitete auch die Sammeltätigkeit der Dresdener Galerie und stellte sich eine eigene erlesene Sammlung zusammen. Sie legte den Grundstein der Sammlung der holländischen und flämischen Malerei der Ermitage und schloß unter anderem vier Gemälde von Rembrandt, vier Landschaften von Jacob van Ruysdael und zwei Werke von Rubens ein. Andere Schulen waren mit einzelnen Arbeiten vertreten, aber dafür darunter solche Meisterwerke wie Der Tod des hl. Joseph von Giuseppe Maria Crespi, Maecenas steHt Kaiser Augustus die freien Künste vor von Giovanni Battista Tiepolo und Der verwirrende Antrag von Antoine Watteau.Die Sammlung Brühl schloß auch eine sehr gute Kollektion von Zeichnungen ein, 1076 Blätter älterer und zeitgenössischer Meister. Zusammen mit den 6000 Zeichnungen, die zum Bestand der 1768 in Brüssel erworbenen Sammlung des österreichischen Grafen Cobcnzl gehörten, bildeten sie den Grundstein für die zukünftige Sammlung der Zeichnungen der Abteilung für westeuropäische Kunst.

Termékadatok

Cím: Die Ermitage [antikvár]
Kiadó: Aurora-Kunstverlag
Kötés: Vászon
Méret: 270 mm x 340 mm
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