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Heinrich Mann hat in jungen Jahren viel gezeichnet und aquarelliert, und die wenigen Blätter, die sich erhalten haben - eine „Waldidylle" und ein „Seestück" etwa -, zeigen ein beachtliches Talent. Obwohl er aus dieser Neigung zuweilen seinen Beruf zu machen wünschte, fiel im Widerstreit der frühen künstlerischen Interessen schon bald die Entscheidung zugunsten des Schriftstellers. Am 27. April 1890 bemerkte Heinrich Mann in einem Brief an Ludwig Ewers: „Wie es mit meiner Malerei steht, fragst Du? Ex, mein Junge, komplett ex. . . Mich zu Hause ernstlich mit Zeichnen und Malen zu beschäftigen, mangelt mir die Zeit. Will ich in der Literatur hinter der Zeit nicht zurückbleiben, so brauche ich meine ganze Muße für sie . . ." Zwar entstanden auch danach noch ein paar originelle Zeichnungen, darunter um 1905 das charakteristische Selbstporträt, aber Heinrich Mann scheint seine zeichnerische Begabung später allenfalls bei der Arbeit an seinen Romanen und Schauspielen für gelegentliche Orts- und Orientierungsskizzen genutzt zu haben, wie sie für „Die kleine Stadt", „Die Armen", „Madame Legros" überliefert sind.
Im Alter, vermutlich im amerikanischen Exil, griff Heinrich Mann indes noch einmal zum Mittel der zeichnerischen Darstellung, um sich - wohl zur Selbstverständigung - längst Vergangenes wieder zu vergegenwärtigen. In einem Zeichenblock mit Ringheftung fixierte er Erinnerungen an die „ersten