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1 Kaufen Sie eine wundertátige Medaille, Messeigneurs... der heilige Fiacrius wird Ihnen Glück und Wohlstand schenken! rief die alte Hándlerin hinter ihrem Metallwarenstand. Eine Kupfermünze fiel in ihre ausgestreckte Hand. Danke, Monseigneur... He, Monseigneur, Monseigneur... vergessen Sie Ihre Medaille nicht...! Komische Kauze sind das! Achselzuckend blickte die Frau der kleinen Gruppé nach, die sich einen Weg durch das Menschengewimmel in der Rue de Conti bahnte. Es handelte sich um zwei stattliche junge Herren in nachlássig umgehángten schwarzen Dominos über der vornehmen Kleidung. Der energische Gang dieser Edelleute deutete jedoch darauf hin, dafi sie mehr Zeit auf Schlachtfeldern als in Modesalons verbracht hatten. Der eine überragte die Menge um mehrere Zoli und sah auffallend gut aus; die gepuderte Perücke schien ihm áufierst lástig zu sein. Sein etwas kleinerer Gefáhrte hatte angenehme freundliche Gesichtszüge, die von Ausgeglichenheit, Besonnenheit und Klugheit zeugten. Ein Kolofi mit Krummsábel und ein Chinese mit langem wippenden Zopf folgten ihnen auf den Fersen. Die vier Mánner blieben an der Kreuzung Rue Bienville kurz stehen, bevor sie in die Rue Royale einbogen. Amüsiert betrachteten sie das bunte Treiben auf den Strafien. Ungeachtet der feuchten Hitze waren Tavernen und Spelunken überfüllt mit allerhand ungepflegten Gestalten, die zum Karneval aus der ganzen Umgebung in die Stadt geströmt waren, wáhrend die vornehmen Herrschaften in golddurchwirkten Kleidern der Allee am Flufiufer zustrebten. La Nouvelle-Orléans war an diesem frühen Abend in heller Aufregung: Der Marquis und die Marquise Rigaud 5