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EINFÜHRUNG
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Pastoraltheologie war lange im herkömmlichen Sinne vorwiegend als Lehre von der seelsorglichen Betreuung vieler einzelner verstanden, aus denen sidi Gemeinde zusammensetzt. Die Pastoral der Gemeinde - wobei hier Gemeinde als Subjekt und Objekt zu verstehen ist - hat dagegen erst langsam in den letzten Jahrzehnten ihre ausdrückliche Beachtung gefunden. Wo die profane und kirdiliche Gemeinde praktisch zusammenfiel, bedurfte wohl das Thema Gemeinde auch keiner eigenen Reflek-tion. Die Gemeinde war vorgegeben, sie war da, und innerhalb ihrer Struktur geschah vielfach »Einzelseelsorge« zwischen dem Pfarrer als Hirten und den vielen als der wenig differenzierten Herde. Die im vorigen Jahrhundert aufkommende Vereinsseelsorge schlug eine erste Bresche.
In der heute veränderten Situation gilt es aber mehr als bisher, Gemeinde als eigenes pastorales Thema in den Blick zu bekommen, Gemeinde aufzubauen als handelndes Subjekt ebenso wie als pastorales Zielobjekt. Viele Dienste und Ämter sind dabei beteiligt, und so ist ein komplexer Prozeß vonnöten, der eine Konzeption verlangt, soll nicht alles in hilflosen Zufälligkeiten versanden und sollen die Verantwortlichen nicht von Mutlosigkeit und Müdigkeit befallen werden.
Es gehört zur Eigenart der Pastoral, daß sie ohne Akzentuierung nicht auskommen kann. Diese bezieht sie aus den konkreten Situationen und auch von bestimmten theologischen Schulen. Das bedeutet gerade in der Pastoral, immer den eigenen Standpunkt relativ zu sehen, aber auch den überkommenen. Das trifft auch für die Lektüre dieses Faszikels zu. Er will nidit doktrinär verstanden werden. Er kann auch keine Vollständigkeit anstreben über alles, was zur Gemeindepastoral zu sagen wäre. Es kommt vielmehr darauf an, Denkrichtungen herauszu-