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Auf einem Hügel am Mississippi, wo vor zwei Generationen noch Chippewas lagerten, stand ein Mädchen vor dem Kornblumenblau des nördlichen Himmels. Sie sah jetzt keinen Indianer; sie sah Dampfmühlen und blinkende Fenster von den Wolkenkratzern in Minneapolis und St. Paul. Sie dachte auch nicht an Squaws und Tragstrecken, nicht an die Yankee-Pelzhändler, deren Schatten sie rings umgaben. Sie stellte Betrachtungen an über Nußcreme, über die Theaterstücke von Brieux, sie überlegte, warum man Absätze schieftritt, und dachte daran, daß der Chemielehrer ihre neue Frisur, die ihre Ohren versteckte, angestarrt hatte.
Ein frischer Wind, der über tausend Meilen Weizenlandes herkam, legte ihr Taftkleid in Linien voller Anmut, voller Leben und bewegter Schönheit, daß das Herz eines zufälligen Beobachters auf der Straße unter ihr sich sehnsüchtig zusammenzog, als er sie so in schwebender Freiheit sah. Sie streckte die Arme aus, sie lehnte sich gegen den Wind, ihr Kleid bauschte sich und leuchtete, eine Locke flatterte wild. Ein Mädchen auf einer Bergspitze, gläubig, bildsam» jung; sie trinkt die Luft, wie sie sich danach sehnt, das Leben zu trinken. Die ewig wehmütige Komödie erwartungsvoller Jugend.
Es ist Carola Mjlford, die auf eine Stunde aus dem Blodgett-College geflohen ist.
Die Tage der Pioniere, der Mädchen in großen Radhüten und der in Fichtenlichtungen mit Äxten getöteten Bären sind längst vergessen, und ein rebellisches Mädchen ist der Geist jenes wirren Landes, das der amerikanische Mittelwesten heißt.
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