Bővebb ismertető
Vorwort zur 1. Auflage
Die Bischöflichen Ordinarien der Deutschen Demokratischen Republik, auf deren Schultern die Verantwortung für das religiöse Leben des katholischen Volkes liegt, haben die Bereitstellung einer Übersetzung des Neuen Testamentes zur vordringlichen Aufgabe erklärt, und die hier vorliegende Ausgabe soll nun diesen Auftrag erfüllen. Hier begegnen einander Wunsch und Bedürfnis der lehrenden und hörenden Kirche-Nichts Fremdes, sondern etwas Vertrautes ist ja die Heilige Schrift für den katholischen Christen. Wer „im Schoß der Kirche erzogen ist", ist auch „gé-nährt mit den Heiligen Schriften", sagt schon Irenäus. In der Liturgie, der „Schatzkammer der katholischen Kirche", sind die „zwei Tische" aufgestellt, von denen Thomas von Kempen spricht: dás Sakrament der Eucharistie und die Bibel. Hier findet die Seele, die nach dem Brot des Lebens und nach dem Licht der Gnade verlangt, Christus als das Göttliche Wort. „Leben möchte ich nicht mehr, wenn ich Ihn nicht mehr reden hörte", hat der junge Möhler gesagt (Die Einheit der Kirche, § 16), und so ist auch in unseren Tagen das Bedürfnis nach dem Worte Gottes groß und innig da. Wer als lebendiges Glied mitlebt mit der Liturgie und den Sakramenten der Kirche, ist auch der Heiligen Schrift nahe. Denn gerade hier erfährt er das geschriebene Wort der Bibel als ein Wort, das zum ehrfürchtigen Hören bestimmt ist, das Gemeinschaft bildet und schafft heute noch in demselben Heiligen Geist, in dem es das erstemal in der Predigt der Apostel verkündet und schließlich auch niedergeschrieben wurde. Der katholische Christ ist von der Liturgie darüber belehrt, wie man das Wort Gottes hören und lesen soll: im Geist der Kirche, im Geist des Gebetes; so verlangt er nach der ganzen Heiligen Schrift, oder wenigstens nach dem ganzen Neuen Testament -nicht um darin Béweisgründe zu finden oder Waffen gegen