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Vorwort.
Im Jahre 1507 gab der deutsche Geograph Martin Waldsee-müller, unvollständig gräzisiert Hylacomylus, Lehrer zu St. Die im Wasgau, die bald allgemein verbreitete und oft gedruckte „Cosmographiae introductio" heraus, in der das neuentdeckte Land ,,Americi terra" und „America" genannt wird. Dieser Benennung schlössen sich die deutschen Gelehrten und Diplomaten an, dann jene der Niederlande und Frankreichs, schließlich die Engländer und die zumeist beteiligten Stellen in Spanien und Portugal. Der gelehrte Kompilator nannte den gesamten Kontinent nach dem Florentiner Amerigo Vespucci, der dem humanistischen Zeitgeist entsprechend Americus Vespucius in wissenschaftlichen Schriften geschrieben wurde. Amerigo besuchte mit Ojeda, einem Begleiter des Kolumbus, Westindien, erforschte die östliche Küste Südamerikas (1499) nördlich des Orinoko und veröffentlichte eine ruhmredige Beschreibung dieser Reise (1504) in lateinischer Sprache, die Waldseemüller las und die ihn bestimmte, in seinem Geographiebuch dem Erdteil den Namen zu geben. Gegen die allgemein verbreitete Annahme, daß sich der Name „Amerika" von dem italienischen Entdeckungsreisenden Amerigo Vespucci herleite, wendet sich, wie der „New York Herald" schrieb, einer der hervorragendsten Historiker Amerikas, Maximo Soto-Hall in Guatemala, mit der Behauptung, daß nicht Amerigo Vespucci dem neuentdeckten Erdteil den Namen gegeben habe, sondern daß sich dieser Name auf geographische Bezeichnungen der frühesten Jahrhunderte, auf die Amerique-berge in Nikaragua und die sagenhafte Stadt Americopan in Mittelamerika, zurückführen lasse. In einem Vortrag, den er in der Historisch-Geographischen Gesellschaft hielt, begründete Soto-Hall seine Ansicht damit, daß die Stadt Americopan (in der Nähe des sagenhaften Dorado im Mayalande gelegen) in der Geschichte des Mayavolkes, der ältesten Bewohner Amerikas, eine große und bedeutende Rolle gespielt habe und die Hauptstadt des vorgeschichtlichen Amerika gewesen sei. Dies gehe schon aus