Bővebb ismertető
Eine stille Sommernacht war hingegangen über die Berge, und der Tag wollte kommen.Um die regungslosen Wipfel der alten, schwer mit Moos behange-nen Fichten fiel schon ein graues Licht und zitterte durch alle Lük-ken des steilen Waldes. Einzelne Vogelstimmen ließen sich schüchtern vernehmen. Sonst lautlose Stille. Nur manchmal ein helles Klirren, wenn die beiden Männer, die auf schmalem Wildpfad durch den Wald emporstiegen, mit den gestachelten Bergstöcken die Moosdecke durchbohrten und auf Stein gerieten. Voran stieg ein Alter mit gebeugtem Rücken und schwerfälligem Schritt; die Beine waren mit Ziegenfell umschnürt, den Körper bedeckte ein Hemd aus grobem Hanftuch mit fransigen Ärmeln, und darüber hing ein rauhhaariger Kittel. Ein Gesicht war kaum zu erkennen; bis tief in die Wangen wucherte der graue struppige Bart, wie Dächlein hingen die weißen Brauen über die Augen herab, und unter der abgegriffenen Lederkappe quollen in dicken Büscheln die schneeigen Haare hervor. Gewand und Arme des Alten waren mit Ruß bestäubt; die Kohlhütte war sein Heim. Das verriet auch der Name, mit dem der hinter ihm Schreitende, ein Mönch im weißen Ordenskleid der Augustiner, ihn anrief: Kohlmann! Herr?Wie lange dauert der Wald noch?Nimmer lang. Dann kommen die Alben. Und eh die Sonn noch aufgeht, stehen wir droben auf dem Fels, von dem du das ganze Land überschauen kannst, das die Grafengadener^ dir geschenkt haben.^ Grafengaden, das heutige Gartenau bei Salzburg, einst Stammsitz der Grafen von Sulzbach