Bővebb ismertető
Editorial
Der Autor
Günther Wessel
Geboren 1959, lebt in Köln. Freiberuflicher Reisejournalist mit Schwerpunkt auf deutschen und südamerikanischen Themen.
„Du Strom, dich umrahmen weintragende Höh'n, wo Bacchus läßt reifen schönduftenden Wein. Und grüne Ufer umrahmen dich, du Strom, der ganz in Grün getaucht" So pries Decimus Magnus Ausonius (310-393) den Fluß Mosella. Ähnlich rühmt auch heute die Fremdenverkehrswerbung das Tal des größten Rhein-Nebenflusses: als perfekte Ferienidylle. Aber diese Idylle ist trügerisch. Die Mosel ist nicht das letzte Paradies. Der Flußlauf wurde schiffbar gemacht, und die Industrien in Frankreich und Deutschland haben die Wasserqualität nicht unbedingt verbessert . . . Zwar ist das Moseltal kein Paradies, aber ein lohnendes Feriengebiet. Dafür sorgt nicht nur der Fluß, der sich in engen Schleifen und Windungen seinen Weg durch das Schiefergebirge gebahnt hat. Auch wertvolle Kulturschätze tragen ihren Teil bei: In keiner anderen Region nördlich der Alpen haben die Römer so viele Zeugnisse ihrer Kultur hinterlassen, kein Landstrich wurde so stark von ihnen geprägt. Sie brachten den Weinbau an die Mosel und gründeten die wichtigsten Städte. Auch die Nachfahren der Römer hinterließen Spuren. Das christliche Mittelalter schuf unter Führung der Trierer Erzbischöfe eine Fülle von Kirchen und Klöstern, ebenso wie Zeichen weltlicher Macht. Burgruinen überragen nahezu jede Moselbiegung und jeden der malerischen Ortskerne. Fachwerkbauten säumen die Ufer, und enge Gassen führen auf Märkte und Kirchplätze zu. Die Vermischung alter Kulturen, aber auch die Flußlandschaft und natürlich nicht zuletzt der Wein machen den Reiz der Mosel als Urlaubslandschaft aus.
Hoch über der Mosel thront die Cochemer Reichsburg
Ein Zeugnis römischer Kultur: die Kaiserthermen zu Trier
7 Polyglott