Bővebb ismertető
In der Wüste SinaiDer Mágus rifi der jungen Frau das purpurrote Gewand von den Schultern. Sie safi nackt und gefesselt im silbernen Mondlicht auf dem schweifíbedeckten Pferd.Seinem Gefolge verschlug es den Atem. Die Mánner bestaunten schweigend die Schönheit der Frau. Sie glich den Statuen auf dem Markt, denn sie schien ebenso weifi, kühl und vollkommen zu sein. Aber keine Statue hatte wie sie so lange schwarze Haare, die ihr über den Rücken und die entblöfiten Brüste íielen. Auch das leichte Zittern liefi keinen Zweifel daran aufkommen, dafi diese Frau aus Fleisch und Blut war.Die Fesseln an Hánden und Füfíen nahmen ihr nichts von ihrer Würde. Einige der Mánner wurden unruhig, senkten verlegen die Köpfe.Der Mágus, Herr und Gebieter über die Seelen im Reich, lieB sich von dem Stolz und der Würde seiner Gefangenen nicht beein-drucken. Er hatte mit allén Mitteln versucht, sie zum Sprechen zu bringen. In der Stadt hatte er ihr gedroht, sie bis an ihr Le-bensende einzusperren und hungern zu lassen. Er hatte alles versucht, nur ihre Schönheit hatte er nicht angetastet, denn damit hatte er den Kaiser erzürnt,Doch jetzt befanden sie sich nicht mehr in der Stadt. Er hatte die junge Frau hierher an diese einsame Stelle in der Wüste ent-führt, um ihr das Geheimnis doch noch zu entreiSen. An diesem gespenstischen Ort waren nur Schlangen und Skorpione Zeugen seiner Tat, und der Wüstensand würde jeden Hinweis auf sein Verbrechen unter sich begraben.Die sechs Reiter waren lange und schnell geritten. Sie hatten die