Bővebb ismertető
erster teilHundertzehn JahreEinleitung>Wie kommt es, daß es bei euch in Sibirien so kalt ist?< - >Weil der liebe Gott es so will!< antwortet der Kutscher.Ja, es ist schon Mai, in Rußland grünen die Wälder, die Nachtigallen schlagen, und im Süden blühen längst Akazie und Flieder, aber hier, auf dem Weg von Tjumen nach Tomsk, ist die Erde dunkelbraun, die Wälder sind kahl, die Seen deckt matt schimmerndes Eis. Und auf den Ufern und in den Schluchten liegt noch Schnee ^Mit diesen Zeilen beginnt Anton Tschechows Reportage aus Sibirien, geschrieben auf dem Weg zu seinem eigentlichen Reiseziel. Vielleicht noch mehr als auf Sibirien trifft auf die Insel Sachalin diese Betrachtungsweise eines Muschiks zu, eines einfachen bäuerlichen Russen, für den die Natur ein von Gott auferlegtes Schicksal ist. Die klimatischen und geographischen Bedingungen waren entscheidend dafür, daß die irdischen Mächte des 19. Jahrhunderts1 Dieser Tschechow-Text wird in der Übertragung des Übersetzerkollektivs unter Leitung von Gerhard Dick mit leichten Modifikationen zitiert (Kütten & Loening, Berlin, 1982). Tschechows Briefe zitiere ich bis auf einige wenige in der Übertragung von Peter Urban, der sie als Herausgeber beim Diogenes-Verlag Zürich veröffentlicht hat. Nach langer Überlegung blieb ich bei der traditionellen Schreibweise (also Tschechow und nicht Cehov usw.), G. D.