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I. KAPITELDas GelübdeRom war fremden Landsknechten zugefallen. Bis auf ein geringfügiges Stück: die Engelsburg. Es war nicht gelun-gen, sie zu erobern. Sie schwamm wie ein uneinnehmbares, stolzes Schiff auf weitem Meer. Einsam, verlassen.Diejenigen, die das Meer beherrschten, begannen sich mit dem seltsamen Schiff abzufinden; es gab genug im Meer dieser Stadt zu erieben und zu erledigen.Auf die Dauer ging es jedoch nicht, das Schiff einfach zu vergessen, denn die Welt begann immer lauter zu fragen: Was geschieht mit den Menschen in der Engelsburg?Bei diesen Eingeschlossenen befand sich leider auch Papst Clemens VII. aus dem Haus Medici.Im Meer der Stadt hausten drei Gruppén, vereint unter dem rőten Kreuzband des katholischen Kaisers Kari V. aus dem Haus Habsburg. Seine spanischen Söldner, kom-mandiert vom Prinzen von Oranien. Seine deutschen Landsknechte, gedrillt vom Vater der Landsknechte", dem altén Frundsberg. Und seine italienischen Mitláufer, angeführt von der exkommunizierten, aber keineswegs verarmten Familie Colonna.Ein hübsches Wort über die Verbundenheit des Kaisers mit seinen Völkern ging um: Für sein Fluchen gebrauche er Deutsch, für seine Befehle verwende er Italienisch, zu seinen Huren aber rede er mit spanischer Zunge.Doch diese Vielseitigkeit konnte es nicht verhindern, dafi in England, Frankreich, Deutschland, ja in Spanien Mifítrauen gegen ihn aufkam. Warum hált der Kaiser, der Schirm und Schutz der katholischen Kirche sein soll, den Papst gefangen? Wenn er ihn nicht absetzen kann, mufí er ihn freilassen.Oder er mufi etwas anderes versuchen.