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dittes stammbaum
Es hat allzeit als Zeichen einer guten Abstammung gegolten, wenn man seine Ahnen bis weit zurück aufzählen konnte. Und danach ist Ditte Menschenkind ein sehr vornehmes Wesen. Sie gehört dem ältesten und zahlreichsten Geschlecht im Lande an, dem Geschlechte Mann.
Eine Stammtafel der Familie findet sich nicht, und sie wäre auch nicht leicht auszuarbeiten, da die Familie zahlreich ist wie der Sand des Meeres. Alle andern Geschlechter lassen sich auf dieses zurückführen; hier tauchten sie auf im Laufe der Zeiten - und sie kehrten wieder dahin zurück, wenn ihre Kraft verronnen und ihre Rolle ausgespielt war. Das Geschledit Mann gleicht gewissermaßen dem großen Meere, von wo die Wasser gen Himmel steigen in lichtem Flug - und wohin sie schwer rinnend zurückkehren.
Der Überlieferung nach soll die Stammutter des Geschlechts eine Feldarbeiterin gewesen sein, die mit dem nackten Gesäß auf der feuchten Erde ausruhte. Davon wurde sie schwanger, und sie brachte einen Knaben zur Welt. Dies blieb später ein eigentümlicher Zug des Geschlechts: seine Frauen trugen nicht gern Unterzeug - und bekamen Kinder für nichts und wieder nichts. Noch heißt es von ihnen, daß sie bloß in einer Türe im Zugwind zu stehen brauchen, um ein Mädchen unterm Flerzen zu tragen. Um einen Knaben zu bekommen, brauchen sie bloß an einem Eiszapfen zu lutschen. Wunderlich ist's nicht, daß ein zahlreiches, abgehärtetes Geschlecht entstand, dessen Hände Wachstum schufen. Es wurde das eigentümlichste Kennzeichen des Geschlechtes Mann, daß alles, was es anrührte, lebte und gedieh.
Der Knabe trug lange das Merkmal der lehmigen Erde; als kleines Kind war er ein klammes Würmchen mit krummen Beinen. Aber er wuchs sich heraus und wurde ein tüchtiger Erdarbeiter; mit ihm nimmt die Beackerung des Landes ihren Anfang. Der Umstand, daß er keinen Vater hatte, beschäftigte ihn sehr und wurde das große, fruchtbare Problem seines Lebens. In seinen Mußestunden schuf er eine ganze Religion daraus.