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ICH BIN NUN ALT GEWORDEN und habe nicht mehr viel vom Zorn der Götter zu fürchten. Idi habe weder Gatten noch Kind, kaum nodi einen Freund, den sie mir entreißen könnten. Meinen Leib, diesen ausgezehrten Kadaver, der noch immer gewasdien und genährt werden muß, und an den man noch immer, tagein, tagaus, neue Kleider hängt, mögen sie töten, sobald es ihnen gefällt. Für meine Nachfolge ist vorgesorgt. Meine Krone geht an meinen Neffen über.
Da idi aus all diesen Gründen der Furcht enthoben bin, will ich dieses Buch sdireiben, das sich niemand zu schreiben getrauen würde, der noch Teil hat am Glücke. Idi will die Götter anklagen, vor allen den Gott, der auf dem grauen Gebirge wohnt. Idi will alles aussagen, was er mir angetan hat, ganz vom Beginn an, wie man eine Klage vor einem Richter vorbringt. Doch es gibt keinen Richter zwischen Göttern und Menschen, und der Gott von den Bergen wird mir nicht antworten. Denn Schredcen und Plagen sind keine Antwort. Ich sdireibe griechisch, wie es mich mein alter Lehrer gelehrt hat. Vielleicht wird eines Tages wieder ein Reisender aus Griechenland in diesem Palast weilen und das Buch lesen. Dann wird er davon zu den Griechen sprechen, bei denen eine große Freiheit der Rede herrscht, auch dort, wo sie von den Göttern sprechen. Vielleicht werden ihre weisen Männer wissen, ob meine Klage zu Recht besteht und ob sich der