Bővebb ismertető
Edith Matzer
DER GEMEINSAME EUROPÄISCHE REFERENZRAHMEN FÜR SPRACHEN (ERS) ALS ORIENTIERUNGSGRUNDLAGE ZUR LEHR- UND LERNZIELBESTIMMUNG - einführende Bemericungen*
1. Rezeption des ERS
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen fiir Sprachen (ERS)' des Europarates erfährt in der östeiTeichischen Fremdsprachenszene derzeit einen regeh'echten Rezeptionsboom: Als direkte Umsetzung des ERS wurde zunächst das Europäische Sprachen-Portfolio (ESP) in einem internationalen Pilotprojekt durch den Europarat selbst (1998-2001) bekannt gemacht und seitdem durch nationale Anwendungen weiter verbreitet, aber auch Studienpläne philologischer Institute und neu gegründeter universitärer Sprachenzentren, Entwürfe zu Schnittstellen-Standards, Lehrplanreform, Zertifizierungskonzepte und Lehrwerk-Novitäten sind neuerdings vermehrt vom ERS inspiriert^; die Übertragung des ERS ins Deutsche (2001) mag an diesem Aufschwung nicht unerheblich beteiligt sein.
Mittlerweile dürften also viele der im Fremdsprachenbereich Tätigen von der Existenz des ERS Kenntnis genommen haben, und selbst wenn dies noch nicht unbedingt bedeutet, dass die meisten davon ihn auch schon in Händen gehalten bzw. bereits darin geblättert hätten, so ist für das nächste Jahrzehnt in Österreich wohl mit der weiteren Bereitschaft zu rechnen, sich im Bildungsbereich Fremdsprachen verstärkt mit dem ERS auseinander zu setzen.
1.1 Der ERS al s übergeordnete Abstraktionsebene
Die Grundfrage von Praktikerinnen und Praktikern Wie kann ich den ERS direkt in meinem Unterricht einsetzen? muss zunächst allerdings ein wenig ernüchternd beantwortet werden: direkt gar nicht. Der ERS ist kein FS-Lehrwerk, das fremdsprachenspezifisches Beispielmaterial enthält, sondern Reflexionsgrundlage auf einer übergeordneten Abstraktionsebene: Der ERS bringt grundsätzliche sprachenübergreifende Überlegungen zu dem komplexen Lehr- und Lemziel der kommunikativen Kompetenz -und damit zu einem insgesamt pragmalinguistischen Ansatz des Fremdsprachenerwerbs zur Definition kommunikativer, linguistischer und