Bővebb ismertető
Die ersten 50 Jahre des 20. Jahrhunderts -Stilrichtungen und große Künstier-persönlichkeitenAufbruch und Wandel, Erfindung und Fortschritt, das waren-auf schlagwortartige Formeln gebracht die Ideen, die nach der ästhetischen Überfeinerung, der todessüchtigen Morbidezza und dem nihilistischen Ennuie des Fin de siecle die ersten beiden Dekaden des 20. Jahrhunderts beflügelten und die - trotz ihrer Unzulänglichkeiten, vor allem im gesellsdiaftspolitischen Geschehen - das soziale und geistesgeschichtliche Spektrum bis in die heutige Zeit bestimmt haben. Die Jahre bis zum Ersten Weltkrieg verliefen für den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt wie ein gigantischer Höhenflug. Automobil und Flugzeug traten ihren unaufhaltsamen Siegeszug an, Einstein eröffnete der naturwissenschaftlichen Forschung mit seiner Relativitätstheorie grundsätzlich neue Horizonte, und Freud fand mit seiner berühmten >Traumdeu-tungsmethode< den Ariadnefaden durch das bis dahin tabuisierte Labyrinth der menschlichen Psyche. Alles, was neu war, sensationell und faszinierend, war modern und konnte mit Hilfe der ständig expandierenden Informationsmedien schnell verfügbar gemacht werden.Dieses positivistische, von totalem Fortschrittsglauben geprägte Klima nach der Jahrhundertwende blieb nicht ohne Einfluß auf die Kunstszene. Fast jede neue Stilrichtung bean-sprudite die Bezeichnung >modern< oder >avant-gardistisch< für sich und suchte die kontraststarke Distanz zu den Vorläufern. Zugleich wollte man möglidist >originell< sein, d. h., man leugnete eine Verwurzelung in den Traditionen