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EINLEITUNGIm Jahre 1808 brachtc die in Landshut erscheinende und von Professor Friedrich Ast herausgegebene Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst" eine Folge von acht Gcdichtcn, die mit dem Pseudonym Florejis (d. i. der Blühende) gczcichnct waren. Nur ein kleiner Freundeskreis in Heidelberg um den Dichter Hcinrich Graf von Locbcn, der als Isidorus Orientális bereits sein literarisches Debüt gegeben hatte, kannte den Verfasser. Er hieß Joseph Freiherr von Eichcndorff und studierte die Rcchte. Lochen hatte dem jüngeren Gefährten den Namen ausgesucht, und Loebcns Hilfe dankte es Eichendorff, daß seine Gedichte zum erstenmal gedruckt wurden.Die Gedichtc waren erste, zum Teil noch unvollkommene Versuche, die hier und da die lenkende Hand des Freundes deutlicher zu erkennen gaben als die eigene Note des jungen Dichters. Dennoch crschcint in einigen von ihnen der ganze spätere Eichendorff bereits vorgebildet. Ein Beispiel mag das bezeugen:RettungIch spielt, ein frohes Kind, im Morgcnschcinc, Der Frühling schlug die Augen auf so helle, Hinunter reisten Ström' und Wolken schnelle, Ich streckt die Arme nach ins Blaue, Reine.Noch wüßt ich's selbst nicht, was das alles meine: Die Lcrch', der Wald, der Lüfte blaue Welle, Und träumend stand ich an des Frühlings Schwelle, Von fern rief's immerfort: Ich bin die Deine!Da kam ein alter Mann gegangen, Mit hohlen Augen und bleichen Wangen, Er schlich gebogen und schien so krank; Ich grüßt ihn schön, doch für den Dank