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Szilárdfy Zoltán - Eigenständige Typen in der Barocken Ikonographie Ungarischer Heiliger [antikvár]

Eigenständige Typen in der Barocken Ikonographie Ungarischer Heiliger [antikvár]

Szilárdfy Zoltán, Zoltán Szilárdfy

 
L ach der Reformation entwickelte sich die visuelle Kultur der katholischen Kirche, die sich im Geiste des Tridentinums wiederauf-_ baute, gemäß den Ansprüchen der Zeit im Barockstil. In den heftigen konfessionellen Auseinandersetzungen wurden auch die verschiedensten Kunstgattungen in den Dienst der Apologie gestellt. Die Ideenwelt der sakralen Kunstwerke, die Herausarbeitung der tiefgreifenden Zusammenhänge der theologischen und spirituellen Aspekte wurden in den geistigen Werkstätten des Reformkatholizismus, in erster Linie von der...
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L ach der Reformation entwickelte sich die visuelle Kultur der katholischen Kirche, die sich im Geiste des Tridentinums wiederauf-_ baute, gemäß den Ansprüchen der Zeit im Barockstil. In den heftigen konfessionellen Auseinandersetzungen wurden auch die verschiedensten Kunstgattungen in den Dienst der Apologie gestellt. Die Ideenwelt der sakralen Kunstwerke, die Herausarbeitung der tiefgreifenden Zusammenhänge der theologischen und spirituellen Aspekte wurden in den geistigen Werkstätten des Reformkatholizismus, in erster Linie von der Elite der von Ignatius von Loyola gegründeten Gesellschaft Jesu geprägt. Im Zuge der europäischen Expansion des osmani-schen Reichs wurde Mitte des 16. Jahrhunderts das mittlere Drittel Ungarns von den Türken besetzt, wodurch das Land in drei Teile zerfiel, während die Bevölkerung von den verschiedenen Strömungen des Protestantismus gespalten wurde. In diesem politischen und geistigen Milieu vermittelten die sich ununterbrochen vermehrenden Ausstattungsstücke der Kirchen, von den großen Altarbildern bis zu den Darstellungen an Goldschmiede-werken im Miniaturformat, sowohl mit ihrer Themenwahl und der Art der bildnerischen Konzeption als auch mit ihrer Farben- und Formenwelt religiöse Botschaften. Sie zeigten geistige Vorbilder auf und regten mit ihrem Bildungsprogramm zu einem aktiveren und tieferen Glaubensleben an. Ein bedeutendes Projekt der Jesuiten in Ungarn war ein Handbuch mit Kupferstichillustrationen unter dem Titel Ungaricae Sanctitalis Indicia, in dem Gábor Hevenesi kurze Biographien ungarischer Heiliger und Seliger zusammengestellt hatte. Die 1692 in Tyrnau erschienene Ausgabe ist mit 55 Abbildungen der Wiener Meister J. S. Schott und J. J. Hoffmarm ausgestattet. Die Kompositionen in dekorativen Rahmen beschränken sich unter Verzicht auf das narrative Element auf die Darstellung der betreffenden Personen mit ihren bekannten Attributen. Demnach wirkt die gesamte Folge wie eine in die Sphäre der Hagiographie übertragene Ahnengalerie. Dieses vollständigste graphische Ensemble mit den Darstellungen ungarischer Heiliger richtete sich zumeist -dort wo dies möglich war - nach den traditionellen Formen der vorangegangenen Jahrhunderte und diente daher wegen ihrer Popularität zahlreichen, im Barock verbreiteten ikonographischen Typen als Vorbild.' In einem Überblick über das Material des 17. und 18. Jahrhunderts sollen hier Darstellungen der Heiligen aus der ersten Dynastie Ungarns, dem Arpadenhause (1000 bis 1301) behandelt werden: König Stephan, der Staatsgründer, sein Sohn, der jung verstorbene Kronprinz Emmerich, König Ladislaus, der Ritterheilige, der die Heiligsprechung der ersten beiden (1083) betrieb und 1192 selbst heiliggesprochen wurde - diese drei gelten als die drei heiligen Könige Ungarns - und zwei ungarische Königstochter aus dem 13. Jahrhundert, Elisabeth von Ungarn - im deutschen Sprachraum als Elisabeth von Thüringen bekannt - und die Dominikanerin Margarethe von Ungarn. Wir wollen uns in diesem Bereich auf jene Werke konzentrieren, die für die Barockzeit charakteristisch und in ihrer Ikonographie einzigartig sind, und von denen Traditionen ausgingen. Einige von diesen erreichten eine derartige Volkstümlichkeit, daß ihre Komposition in den verschiedensten Kunstgattungen Typen hervorbrachten. In der Herausbildung der barocken Ikonographie der ungarischen Heiligen spielte ihr kollektiver Kult, dessen Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen, eine bedeutende Rolle. Von diesem Kult zeugen z. B. das Diptychon - S.EwerrD; S Ladii.'R. S. Elisai : 1. Unbekannter Kupferstecher: Patrona Hungáriáé mit den vier Heiligen aus dem Arpadenhaus. Kupferstich, um 1600. Historisches Museum der Stadt Budapest

Termékadatok

Cím: Eigenständige Typen in der Barocken Ikonographie Ungarischer Heiliger [antikvár]
Szerző: Szilárdfy Zoltán Zoltán Szilárdfy
Kiadó: Christliches Museum
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Szilárdfy Zoltán művei
Zoltán Szilárdfy művei
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