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Der Krach mit Sebastian . . .
Als ob es gestern gewesen wäre, so genau sehe ich es vor mir. Die Leopoldstraße, und ich laufe, laufe, laufe. Fast halb vier und um drei wollten wir uns im »Venezia« treffen. Bestimmt sitzt Sebastian schon da. Sitzt da, knipst an den Nägeln, baut schlechte Laune auf. Hoffentlich ist er nicht wieder gegangen. Er soll warten. Warte, Sebastian.
Ich laufe, muss auf die andere Straßenseite, laufe mitten zwischen den Autos hindurch. Einer der Fahrer hupt mich wütend an und ich finde es so schlimm, was ich mache. Einen Unfall riskieren, nur wegen Sebastian. Nur aus Angst, dass er nicht mehr im »Venezia« sitzen könnte. Was soll ich tun, wenn er schon weg ist? Bei ihm anrufen? »Nein, jetzt nicht, Sabine«, wird er sagen. »Jetzt muss ich Geige üben.«
Ich habe mich so gefreut auf diesen Nachmittag. Eis essen, im Englischen Garten spazieren gehen, hinterher vielleicht ins Kino, der Film mit Woody Allen. Sebastian hat es mir versprochen. Er ist extra nicht zur Schule gegangen heute Morgen, weil er schon vormittags üben wollte.
Ich schwitze, so schnell bin ich gerannt. Wie warm es plötzlich geworden ist. Blauer Himmel
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