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Ein Diamant, so groß wie das Ritz
John T. Unger entstammte einer Familie, die seit mehreren Generationen in Hades, einer kleinen Stadt am Mississippi, sehr angesehen war. Johns Vater hatte in vielen erbitterten Kämpfen seinen Titel im Amateurgolf verteidigt; Mrs. Unger war „vom Gewächshaus bis zum Mistbeet", wie die Redensart in der Gegend lautete, wegen ihrer politischen Ansprachen bekannt, und der junge John T. Unger, der gerade sechzehn geworden war, hatte bereits alle neuesten New-Yorker Tänze getanzt, bevor er lange Hosen trug. Und nun sollte er für eine gewisse Zeit von zu Hause fort. Jene Hochachtung vor einem Studium in Neu-England, die das Verderben aller Provinzstädte ist und sie Jahr für Jahr ihrer hoffnungsvollsten jungen Männer beraubt, hatte plötzlich auch seine Eltern ergriffen. Einzig die St.-Midas-Schule bei Boston erschien ihnen angemessen - Hades war zu klein, um ihren Liebling, ihren begabten Sohn, festzuhalten.
Nun bedeuten in Hades die Namen der vornehmeren Vorbereitungsschulen und Colleges sehr wenig - wie jeder weiß, der einmal dort war. Die Einwohner leben seit langem so außerhalb der Welt, daß sie, obwohl sie stets betonen, in bezug auf Kleidung, Manieren und Literatur völlig auf dem laufenden zu sein, zum großen Teil auf mündliche Mitteilungen angewiesen sind, und ein gesellschaftliches Ereignis, das man in Hades als etwas ganz Besonderes angesehen haben würde, hätte eine Chicagoer Rindfleischprinzessin zweifellos „in der Tat ein wenig ärmlich" genannt.
Es war am Abend vor John T. Ungers Abreise. Mrs. Unger füllte in mütterlicher Einfalt seinen Koffer mit Leinenanzügen und Ventilatoren, und Mr. Unger schenkte seinem Sohn eine mit Geld vollgestopfte Asbestbrieftasche.
„Denk daran, daß du hier stets willkommen bist", sagte er.