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PROLOG
Ein Gebrüll von Wut und Schmerz, das jeden anderen Laut hinwegfegte, erhob sich über der Stadt; unaufhörlich, besessen, skandierte es die große Lüge. Zi, zi, zi! Er lebt, er lebt, er lebt! Ein Gebrüll, das nicht Menschhches mehr hatte. In der Tat entstammte es nicht Menschen, nicht Wesen mit zwei Armen und zwei Beinen und der Fähigkeit zu denken; es entsprang einer ungeheuren Bestie, der Menge, einem Riesenkraken, der wie von einem Panzer geballter Fäuste, verzerrter Gesichter und aufgerissener Münder umgeben war. Um die Mittagszeit war er auf den Platz vor der orthodoxen Kathedrale hereingebrochen und streckte nun seine Fangarme aus, ergoß sich wie Lava durch die anliegenden Straßen, verstopfte, überflutete sie, verschlang jedes Hindernis und betäubte es mit seinem zi, zi, zi. Sich diesem Ungeheuer entziehen zu wollen war vergeblich. Einige versuchten es, sie schlössen sich in die Häuser ein, in die Läden, die Büros, wo immer ein Zufluchtsort sich auftat, an dem man wenigstens das Gebrüll nicht mehr hören mußte. Aber selbst durch geschlossene Türen und Mauern drang es an das Ohr, und bald schon ergaben sich die Schutzsuchenden ihrem Schicksal. Unter dem Vorwand, sich umsehen zu wollen, gingen sie hinaus, näherten sich einem der Fangarme und wurden von ihm ergriffen, ihre Fäuste ballten sich, ihre Gesichter verzerrten sich, ihre Münder wurden aufgerissen. Zi, zi, zi! Die Bestie wuchs, wellenartig dehnte sie sich aus, und mit jeder Welle kamen Tausende, Zehntausende, Hunderttausende hinzu. Um zwei Uhr nachmittags waren es fünfhunderttausend, um vier Uhr anderthalb Millionen, um fünf Uhr zählte man die Menschen nicht mehr. Sie kamen nicht nur aus der Stadt, aus Athen. Sie kamen von weither, von den ländlichen Gegenden Attikas und des Epirus, von den Ägäischen Inseln, aus den peloponnesischen Dörfern, aus Makedonien, aus Thessalien. Sie kamen mit Zügen, mit Schiffen, mit Omnibussen; es waren Bauern und Fischer in Sonntagsanzügen, Arbeiter in Overalls, Studenten, Frauen und Kinder. Es waren Wesen mit zwei Armen,
Oriana Fallaci (Firenze, 1929. június 29. – Firenze, 2006. szeptember 15.) olasz író, publicista, újságíró, riporter.
Oriana Fallaci 1929-ben Firenzében született. A második világháborúban olasz partizánként vett részt. 1967-68-ban haditudósítóként jelen volt Vietnamban.
Fiatal újságíróként interjút készített számos államfővel, politikussal és hírességgel, köztük volt Henry Kissinger, Neil Armstrong, az iráni sah, Khomeini ajatollah, Lech Wa³êsa, Willy Brandt, Zulfikar Ali Bhutto, Walter Cronkite, Abolhaszan Baniszadr, Omar Khadafi, Federico Fellini, Sammy Davis Jr., Teng Hsziao-ping, Nguyen Cao Kyl, Jasszer Arafat, Indira Gandhi, Alexandrosz Panagoulisz, Makariosz püspök, Golda Meir, Nguyễn Vãn Thiệu, Hailé Szelasszié és Sean Connery.
Visszavonulása után több könyvnek és cikknek a szerzője volt, amelyek vitát gerjesztettek elsősorban iszlám és arab körökben. Számos irodalmi díjjal tüntették ki, megkapta a St. Vincent-díjat, a Banaccarella-díjat Nothing és So be It című műveiért (1971-ben), Viareggio-díjat (1979-ben), Antibes-díjat pedig a sokat támadott Insallah című művéért (1993-ban). A Columbia Egyetemen díszdoktorrá avatták. Tanított újságírást itt, továbbá a Yale és a Harvard egyetemeken. Műveit 21 nyelvre fordították le, köztük angol, spanyol, francia, német, svéd, görög, lengyel, horvát, szlovén, magyar nyelvre is. Élete végéig erős dohányos volt. 77 évesen mellrákban hunyt el egy firenzei magánklinikán.