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Vorwort Das moderne Publikum bringt der spanischen Kunst noch immer kein sehr lebhaftes Interesse entgegen. Es kennt nur die Namen von stárkstem Klange, kennt Greco und Goya, Velázquez und Murillo. Hált man aber Umfrage nach den ande* ren Meistern, so ist die Verlegenheit oft gröfíer als das Wissen. Francisco de Zurbarán ist der grofíen Menge unbekannt geblieben. Weit ab vom deutschen Boden, in Sevilla und Cádiz, vorzüglich aber im HieronymiteníKloster zu Guadalupe muC man ihn er* leben. So treu wie Guadalupe habén nur wenige Plátze ihr altes Antlitz bewahrt: jeder Eintretende verfállt sofort dem Geiste des Klosters. Finstere, gottgefállige Mönche wandeln leise in den gotischen Kreuzgángen, verrichten murmelnd ihr Gebet; aji* dáchtige Priester singen kniefállig das unsterbliche Sehnsuchtsí motiv Kyrie eleison, singen und singen es; ewig gleich ist der Gedanke ihres brennenden Herzens mortui vivimus. Man vergiflt, wie viele Jahrhunderte sich abgerollt habén, seitdem Alfons XI. das Kloster zu Ehren des Kirchenvaters gegründet hatte, - es war das Jahr 1389. Die Zeit scheint still gestanden zu sein, und man meint, kaum eine Stunde trenne uns von jenem feierlichíerhabenen Augenblicke. Dort alsó, in jenem Felsen* nest der schier unzugánglichen Wildnis von Estremadura mufí man sich in das Schweigen des Klosters vergraben und den gros