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Vorwort
Dieses Buch ist vieles in einem. Es ist eine mittelbare Autobiographie über den Lebensabschnitt Robert Kennedys — drei Jahre nur umfassend —, der den Beschluß seines Bruders, des Präsidenten, im Jahre 1961, ihn zu seinem Justizminister zu machen, von der Sache her rechtfertigte.
Es Ist eine Detektivgeschichte, wenn man die beim Lesen empfundene Spannung als Kriterium nimmt und die Sonderart dieser Spannung.
Es ist ein Essay über eine Seite der Verfassungswirklidi-keit Amerikas, die Macht der Gesetzgebung, jedes von ihr gewählte Gebiet, sei es staatlich-exekutiv, sei es wirtschaftlich, sei es sozial, wozu auch der moralische Bereich gehört, einer Untersuchung zu unterziehen, für die es kein Gegenstüdi in einem anderen Regierungssystem gibt.
Es ist eine sozialkritische Schilderung der Korruption, die sich in Teile der organisierten Arbeiterschaft und ihr Verhältnis zu Unternehmern eingefressen hat.
Und es ist schließlich das persönliche Feindsdiaftsdrama zweier Männer, des jungen parlamentarischen Anwalts und des von ihm mit dem heiligen Eifer eines Großinquisitors verfolgten James Hoffa, des skrupellosen, gewalttätigen, asozialen Führers der mächtigsten amerikanischen Einzelgewerkschaft.
Robert F. Kennedy war von 1956 bis 1959 parlamentarischer Anwalt in dem von Senator McClellan geführten Untersuchungsausschuß für «Unzulässige Tätigkeiten auf Gebieten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber», wie der verharmlosende Name für das Gremium von Senatoren heißt, das mitleidslos in die düsteren, bis dahin unbekannten Unterweltspraktiken mancher Gewerkschaften und mit ihnen paktierender Unternehmer und Rechtsanwälte hineinleuchtete.