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Giuliano Valdes - Gran Canaria [antikvár]
 
EINFÜHRUNG Gran Canaria, territorial die drittgrößte Insel der Kanaren, (1532 km') ist dennoch die Hauptinsel des Archipels, was die Bevölkerungszahl (669.744 Einwohner im Jahre !984), das Interesse und den Fremdenverkehr, den Bestand und die Organisation der Unterbrlngungs-, Erholungs- und Un terhaltungsmöglichkeiten betrifft, die einem internationalen Touristenstrom zur Verfügung stehen, der keine Atempause kennt. Eine genauere Beschreibung Gran Canarias, das uns eine passende Definition als „Miniaturkontinent" darstellt, kann auf...
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EINFÜHRUNG Gran Canaria, territorial die drittgrößte Insel der Kanaren, (1532 km') ist dennoch die Hauptinsel des Archipels, was die Bevölkerungszahl (669.744 Einwohner im Jahre !984), das Interesse und den Fremdenverkehr, den Bestand und die Organisation der Unterbrlngungs-, Erholungs- und Un terhaltungsmöglichkeiten betrifft, die einem internationalen Touristenstrom zur Verfügung stehen, der keine Atempause kennt. Eine genauere Beschreibung Gran Canarias, das uns eine passende Definition als „Miniaturkontinent" darstellt, kann auf keinen Fall von einigen knappen und wesentlichen Bemerkungen über das Archipel, seine Geschichte und seine Entdeckung absehen. Morphologisch als Anhang des Hohen Atlas zu betrachten, erhebt sich das Archipel der Kanaren aus den Tiefen des Atlantischen Ozeans bei der Senkung, die als Kanarisches Becken (3000 - 4000 m) bekannt ist, etwas unterhalb des Mittelatlantischen Rückens, nicht weit von der gegenüberliegenden Küste von Marokko. Die Kanaren sind an ihrem dem Kontinent am nächsten liegenden Punkt 100 km weit von der afrikanischen Küste entfernt, während sie ca. 1000 km von dem nächstgelegenen Ufer der iberischen Halbinsel trennen (das Archipel gehört zu Spanien). Das kanarische Archipel bildet de facto die beiden spanischen Provinzen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife und setzt sich aus sieben Hauptinseln (Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, Gomera, La Palma, Ferro) und sieben Nebeninseln (Alegranza, Graciosa, Montana Clara, Roque del Este, El Roquete, Isleta del Rio, Isleta de Lobos) zusammen. Obwohl zahlreiche Legenden die Kanaren mit den letzten Spuren des mythischen, versunkenen Kontinents Atlantis identifizieren, ist die Hypothese sehr wahrscheinlich, daß diese Inseln infolge einer langwährenden vulkanischen Tätigkeit am Meeresboden entstanden sind, die sich im Känozolkum vollzogen hat. Andere Interpretationen unterstützen die Theorie, daß das Archipel der Kanaren sich während der langsamen, aber unaufhaltsamen Kontinentalverschiebung gebildet hat. Die vulkanische Natur der kanarischen Inseln wird durch eine intensive eruptive Aktivität bestätigt, die im Tertiär begonnen und sich bis in unsere Tage erhalten hat (letzter Ausbruch auf der Insel La Palma 1971). Es finden sich sowohl aktive als auch ruhende Vulkane und Kessel, und morphologisch besteht das Gebiet selbst zum größten Teil aus Magma-, Vulkan- und Auswurfge-stein. Außerdem kann man einige Manifestationen sekundärer vulkanischer Tätigkeit (Solfatare) beobachten. Der touristische Boom des Archipels beruht neben der malerischen, wilden, faszinierenden, oft ursprünglichen und wüstenhaften Inselnatur auf dem außerordentlich Klima, das diesen Inseln eine Art ewigen Frühling schenkt. Die Komponenten des Meeresklimas überwiegen eindeutig über den Einfluß der Nähe zum Wendekreis des Krebses und vor allem über die Winde, die aus der Wüstenregion der Sahara kommen und beachtliche, mit Staub- und Sandregen verbundene Temperaturanstiege verursachen. Eine üppige und reiche Flora, in der zahlreiche hochwertige Kulturen und Obstbäume vorkommen, kontrastiert im Norden der Inseln mit der natürlichen Rauhheit und Dürftigkeit der Vegetation auf den südlichen Hängen und auf einigen östlichen Inseln, auf denen man sogar weite Wüstengebiete antrifft. Der Kanarienvogel ("Serinus canarius^ ist wahrscheinlich das bekannteste Tier der lokalen Fauna, zu der auch einige Arten von harmlosen Reptilien und Schmetterlingen zählen. Der Singvogel, dessen Ursprünge auf diesen Inseln liegen, zeichnet sich (im Gegensatz zu anderen in Europa vorkommenden Arten) durch die oliv-grüne Farbe seines Federkleides aus. Die frühe Geschichte der Kanaren verliert sich im Mythos. Einigen Dichtem der griechischen Klassik nach befanden sie sich jenseits der Säulen des Herkules (den Grenzen der damals bekannten Welt) und wurden als „Hesperiden" oder „elysische Felder" bezeichnet. Wahrscheinlich von Hanno dem Karthager (5. Jh. v. Chr.) besucht, waren sie sicher den alten phönizischen Seefahrern bekannt. Die i,glücklichen Inseln" fInsulae Fortunatorum^ desPliniusgerieten im hohen Mittelalter in Vergessenheit, da ihre Wasser so gefährlich waren, daß sie sogar die arabischen Seefahrt-Experten einschüchterten. An der Wende des 13. zum 14. Jh. wurden die Kanarischen Inseln von italienischen Seefahrern wiederentdeckt. Man weiß von einem Versuch der Genuesen Vi-valdi (1291), während Petrarca noch einmal die Eroberung der Inseln durch eine genuesische Flotte schildert. Sicherere Nachrichten kommen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, und auch diese beziehen sich auf eine Eroberung seitens der mächtigen Seerepublik, dieses Mal unter Lanza-rotto (nach dem das heutige Lanzarote benannt sein soll) Maroncello. Im Jahre 1341 brach eine kleine Flotte mit genuesischer, florentinischer und kastilischer Besatzung im Auftrag Alfons IV. von Portugal zu den Kanaren auf, die in jener Zeit als Insulae Repertae bekannt waren. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts bemächtigten sich die Franzosen des Archipels, das schließlich von Portugiesen und Spaniern umkämpft wurde. Letztere erlangten die absolute Souveränität im Jahre 1479; aber erst 1512 überwand Spanien den unbeugsamen Widerstand der Guanchen, einem alten Eingeborenenvolk des Archipels, indem es sie vernichtete.

Termékadatok

Cím: Gran Canaria [antikvár]
Szerző: Giuliano Valdes
Kiadó: Casa Editrice Bonechi
Kötés: Fűzött papírkötés
ISBN: 8870098036
Méret: 190 mm x 260 mm
Giuliano Valdes művei
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