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Geleitwort
>Denn Kunst wird sein einst: allen das Gemäße.<
Johannes R. Becher
Die einhundert Handzeichnungen und graphischen Blätter, die in diesem Band abgebildet sind, wurden von Menschen geschaffen, die aufgrund ganz andersartiger beruflicher Ausbildung und Tätigkeit gemeinhin nicht das Ansehen wirklicher Künstler genießen - die aber Künstler sind. Denn die vorliegenden Ergebnisse ihrer Bemühungen auf dem Gebiet der Zeichenkunst und der Graphik sind - sowohl ihrem geistigen Wesen als auch der handwerklichen Fertigkeit nach -als Schöpfungen von unbedingt künstlerischem Charakter einzuschätzen.
In der Deutschen Demokratischen Republik finden heute viele Tausend Menschen der verschiedensten Berufe Freude an eigenhändiger bildnerischer Betätigung, und ihre Zahl wird sich - in dem großen Prozeß der zunehmenden Selbstverwirklichung des Menschen innerhalb der sozialistischen Gesellschaft - in Zukunft vervielfachen. Ungeachtet daß angeborene Begabung, früh erwachende und geförderte Neigung, Erkenntnisdrang nach wie vor häufig den ersten Anstoß zur Beschäftigung mit der Kunst geben mögen, sind für die massenweise Hinwendung zu ihr - in Auswirkung unserer generellen sozialen Lebensvorstellungen - völlig neue Kriterien maßgebend. Sie bestehen in neuen Ausgangspositionen : in einer neuen Art des Denkens zum Menschen hin, in neuen emotionalen Motiven zur Ausübung der Kunst, in neuen gesamtgesellschaftlichen Zielsetzungen. Der entscheidende Effekt dabei ist die Wandlung vieler vom mehr oder weniger neutralen, rezeptiven Kunsterlebenden zum aktiven Kunstschaffenden.
In seinem >Doktor Faustus< hat Thomas Mann die Alternative für das künftige Schicksal der Kunst in die Fragestellung gekleidet, ob die Kunst >nicht bald völlig allein, zum
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