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Die Geschichte der Stadt Die slawische Bezeichnung gradec (= kleine Burg), von der wir den Namen Graz ableiten können, weist schon auf die ursprüngliche Aufgabe dieses Ortes hin: Schutz und Zuflucht zu bieten. Schutz der Bevölkerung, die hier siedelte, und Zuflucht den Fremden, die - der Mur entlang oder sie kreuzend - lebhaften Handel trieben. Siedler und Hándler lassen sich im Raum Graz bis in die vorgeschichtliche Zeit nachweisen. Den áltesten schriftlichen Nachweis - aus dem Jahre 1115 - finden wir in den Jahrbüchern des Stiftes...
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Die Geschichte der Stadt Die slawische Bezeichnung gradec (= kleine Burg), von der wir den Namen Graz ableiten können, weist schon auf die ursprüngliche Aufgabe dieses Ortes hin: Schutz und Zuflucht zu bieten. Schutz der Bevölkerung, die hier siedelte, und Zuflucht den Fremden, die - der Mur entlang oder sie kreuzend - lebhaften Handel trieben. Siedler und Hándler lassen sich im Raum Graz bis in die vorgeschichtliche Zeit nachweisen. Den áltesten schriftlichen Nachweis - aus dem Jahre 1115 - finden wir in den Jahrbüchern des Stiftes Rein. Schon ein halbes Jahrhundert spáter wird die Siedlung als Burgflecken (suburbanum castri), 1172 als Markt und 1189 als civitas bezeichnet. Die letzten Markgrafen aus dem Geschlecht der Traungauer hatten Graz zum Mittelpunkt des Handels und der Landesverwaltung in der Steiermark gemacht - diese noch kleine, aber aufstrebende Siedlung am südlichen und westlichen Abhang des gutbewehrten Schloűberges mit der gegen Osten gelegenen Pfarrkirche, die dem heiligen Ágydius geweiht war und die 1174 erstmals erwáhnt wird. Der kinderlose, schwerkranke Ottokár IV. wurde 1180 als erster und zugleich letzter Traungauer zum Herzog ernannt; in der berühmten Georgenberger Handfeste (1186) sicherte er dem Babenberger Leopold V. die Herrschaft in der Steiermark und diesem Land damit die Zugehörigkeit zu österreich. Unter den Babenbergern nahm die Bedeutung von Graz so sehr zu, daŰ auch die unruhigen dreiBig Jahre nach dem Tode des letzten Babenbergers, Friedrich des Streitbaren (1246), die rasche Entwicklung der Stadt nicht mehr auf haltén konnten. Böhmen und Ungarn machten einander die Herrschaft streitig, bis 1276 der Burggraf des Königs Rudolf von Habsburg Einzug haltén konnte. Graz war inzwischen mit Mauern umgeben worden, in der Gruppierung der Háuser zeichnete sich Ordnung ab (Judengasse und Lederergasse sind uns als erste Gassenbezeichnungen überliefert), ein Rat leitete die Geschicke der Stadt, die nun über einen eigenen Gerichtsbezirk und über Marktrechte verfügte. Die steirischen Stifté, aber auch die Bistümer Salzburg und Seckau

Termékadatok

Cím: Graz [antikvár]
Szerző: Walter von Semetkowski
Kiadó: Verlag Styria
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 110 mm x 160 mm
Walter von Semetkowski művei
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