Bővebb ismertető
EINLEITUNG
Dies Buch steht im Dienst Fortunas, einer überaus launischen Dame also, die ihre Gaben nach ihrem Ermessen verteilt. Jedoch hat der Mensch ihr Fesseln angelegt, indem er mancherlei Freudentage, gleichsam als Marksteine, in seinen Lebensweg eingebaut hat, die es wohl wert sind, daß man sich Glück wünscht. Wir meinen damit die Feste des Jahres, die Geburts- und Namenstage, Jubiläen und sonstige Gedenktage! Daß wir einander zu diesen Anlässen mit Gratulationen bedenken, ist nicht nur Konvention, sondern Herzenspflicht, durch die unsere Beziehungen enger werden, Zuneigungen sich vertiefen. Hinzu kommen all jene Fälle, die außerhalb der Norm liegen, also unverhoffte frohe Ereignisse sind. Wir haben uns bemüht, auch ihnen gerecht zu werden, keines auszulassen und alle guten Wünsche in immer neue, mannigfaltige und attraktive Formen zu prägen. Daß dies Buch dadurch zu einer Fundgrube werde, hoffen wir! In einer Fundgrube darf gestöbert werden. Aus ihr möge sich jeder das herausgreifen, was ihn besonders anspricht. Darüber hinaus aber bieten sich mancherlei Anregungen für Phantasiebegabte, auf Grund derer sich immer neue Abwandlungen für den jeweiligen Zweck der Gratulation ergeben. Unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beschränken sich keineswegs allein auf den Kreis unserer Verwandten und Freunde. Sie erstrecken sich vielmehr auch auf das weite Gebiet, das man als das der freundlichen konventionellen Pflichten bezeichnet. Es versteht sich, daß in diesem letztgenannten Fall der Glückwunsch nicht gar so locker und launig sein darf, wie er es immer dann ist, wenn er an uns Nahestehende gerichtet wird. Deshalb umfaßt das Buch zwei Teile, deren jeder sein ihm gemäßes Gepräge hat. Diese Anordnung halten wir nicht nur für nützlich, sondern sie dient zugleich der guten Übersicht. Hier heitere Vielfalt der Form — dort höfliche Sachlichkeit, die dennoch nicht im Rahmen des Althergebrachten bleibt, sondern diesen in liebenswürdiger Weise sprengt, ohne doch auf die Abwege allzu großer Vertraulichkeit zu geraten. Im übrigen — wir halten nicht allzuviel von langatmigen Einleitungen. Ein Buch, das für sich selbst spricht, wie wir es von dem vorliegenden wohl sagen dürfen, bedarf eines weitschweifigen Vorwortes nicht. Blättern Sie weiter, um sich davon zu überzeugen, daß der Band Ihren Erwartungen nicht nur entspricht, sondern diese — so hoffen wir — sogar noch übertrifft.