Bővebb ismertető
Haematoxylon.
Gattung der Caesalpiniaceae—Eucaesalpinieae.
Einzige Ait: HaematOXylon Campechianum L. Heimisch von Mexiko bis zum nördlichen Südamerika, auch in Westindien; in Amerika und im tropischen Asien kultivirt. Baum, mit paarig-einfach oder doppelt gefiederten Blättern, die Blätter wenig-jochig, Blättchen verkehrt-eiförmig. Nebenblätter zuweilen dornig. Blüthen klein, gelb, in achselständigen, lockeren Trauben. — Verwendung findet das Holz:
Xignum Haematoxyli (Austr.). Haematoxyli Lignnm (Brit.). Haematoxylos (U-St.). Lignum Campechianum. Lignum coeruleum. — Campecheholz. Blauliolz. Blauspäue. Blutliolz. Schwarzes Brasilienholz. — Bois de Campeclie. Boin d'Inde (GalL). — Logwood. Campeachy-wood. Poach-wood.
Beschreibung. Kommt in den Handel in grossen, centnerschweren Blöcken und Seheitern, die aussen blauschwarz, innen rothbraun sind. Es ist hart und schwer, aber leicht spaltbar, von schwachem, eigenthümlichem Geruch und etwas herbem und zugleich süsslichem Geschmack. Spec. Gew. 0,9—1,0. — Der Querschnitt lässt abwechselnd hellere und dunklere Zonen erkennen und sehr nahe aneinander stehende, feine Markstrahlen.
Die Hauptmasse des Holzes besteht aus dickwandigen, verbogenen, zugespitzten Libriformfasern, die eine Länge von 2 mm und einen Durchmesser von 13 /i haben. Die Gefässe bilden kleine Gruppen, sie werden 170 ß weit und sind von ziemlich reichlichem Parenchym begleitet, dessen Zellen meist Einzelkrystalle von Kalkoxalat führen. Die Markstrahlen sind 2—7 Zellen breit, bis 40 Zellen hoch. Im Parenchym und in den Gefässen gelbbraune bis rothbraune Massen.
Bestandtlieile. 9—12 Proc. Haematoxylin, ferner etwas ätherisches Oel, Harz, Gerbstoff, Asche.
Aufbewahrung. Für den pharmaceutischen Gebrauch eignet sich nur das un-fermentirte Blauholz in der geschnittenen, piilverfreien, von den Drogisten als „verum ?concisum" bezeichneten Form. Es als Pulver zu kaufen, ist nicht rathsam, dagegen sind die groben Easpelspäne der Handelswaare zur Extraktbereitung und für Färbereizwecke verwendbar. Aufbewahrung: In Holzkästen.
Anwendung, Blauholz wird wegen seines Gerbstoffgehalts besonders bei Durchfällen, als Abkochung oder in der Form des Extrakts gegeben und selbst von Kindern gut vertragen, ist deshalb auch für längeren Gebrauch besonders geeignet. Man pflegt die Wirkung durch Eothwein zu unterstützen. Dosis 0,5—1,5 mehrmals täglich im Dekokt (5,0—15,0:150,0). Die Abkochung ist blutroth und färbt eingenommen den Harn roth.
Bei Bereitung des Extraktes, von Aufgüssen und Abkochungen sind metallene Ge-räthe zu vermeiden.
Charta exploratoria Haematoxylini. Charta haematoxylinata. Blauholzpapier. Campeche- oder Haematoxylinpapier. 1) Man tränkt schwedisches Filtrir-papier mit Campecheholztinktur und trocknet es an ammoniakfreier Luft. Das Papier ist gelb und wird durch Alkalien violett. 2) Nach Dibtebich. 4 Th. geraspeltes Blauholz zieht man 24 Stunden mit 100 Th. destillirtem Wasser aus, versetzt das Filtrat mit verdünntem Ammoniak, bis dunkel-blaurothe Färbung eintritt, und tränkt damit säurefreies Handb. d. pharm. Praxis. II 1