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ie zwei Brüder, von denen wir euch erzählen wollen, wohnten in einer Gasse, die ganz anders aussah als eure. Hier lebte man ruhig, und die Leute, die man hier treffen konnte, liefen eilig mit freundlichen Gesichtern vorbei. Damals - es ist schon lange her - standen die kleinen Läden und Werkstätten für jedermann immer weit offen, und so konnte man durch die Tür den Schuster auf seinem Schusterschemel sehen, aber auch die Hobelspäne unter dem Arbeitstisch des Schreiners. Oder auch gleich daneben den Schneider, der gerade einem Kunden einen Anzug anprobierte. Der Kunde stand vor einem Spiegel, der sein Licht auf den Fußweg warf. In einer Kellerwerkstatt erzeugte man Süßigkeiten, und man brauchte nur seine Hand auszustrecken, um eine Tüte süßer Zuckerwatte zu bekommen. Der größere Junge, Jifi, stand vor einem kleinen Laden. Der Schuster hielt die Holznägel zwischen den Zähnen und blinzelte unter seinen grauen Augenbrauen hervor. Es roch hier nach Leder und Leim. Ließe ihn doch der Schuster einmal ordendich das Leder schneiden, dann hätte er wenigstens ein paar Lederstückchen für seine Puppen.
In der ganzen langen Gasse gab es kein einziges Rundfunkgerät, und vom Fernsehen hatte noch niemand etwas gehört. Doch wenn ihr nun meint, das hätte den Kindern etwas ausgemacht, dann irrt ihr euch. Sie spielten bis in den Abend hinein wunderbare Spiele.
Und auch nach dem Abendbrot spielten die Brüder noch zu Hause am Tisch. Der kleinere tat, als schraube er etwas zusammen oder reite ein Pferd, indem er rittlings auf dem Stuhl saß, während der größere, der Jifi, mit Vorliebe etwas aus Holz schnitzte oder verschiedenes zeichnete. Er zeichnete immer, ob er am Abend die Stadt von einer Anhöhe aus betrachtete oder in den Bauernhof nach Milch geschickt wurde und dabei für einen kurzen Augenblick in den Stall ging.