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Martin Heidegger, die Philosophie und der Journalismus
»Die großen Philosophen sind ragende Berge, unbestiegen und unbesteigbar. Aber sie gewähren dem Land sein Höchstes und weisen in sein Urgestein.«
Martin Heidegger, Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis), datiert 1936-1939
»Schade, daß ich nichts auf der Welt lasse, als nur die Erinnerung an mich.« Cato Bontjes van Beek, letzter Brief vor ihrer Hinrichtung, 5. August 1943
Am Abend des 22. September 1966 nimmt eine kleine Reisegruppe den Nachtzug von Hamburg nach Freiburg im Breisgau. Dabei sind der einflussreichste deutsche Journalist und Herausgeber des maßgebenden »Nachrichtenmagazins«, sein Ressortleiter für »Geisteswissenschaften«, eine junge Photographin und ein Stenograph. Sie wollen den bekanntesten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts für ein lange und intensiv vorbereitetes Interview treffen.
Der führende JournaUst war vor 1945 Zeitungsvolontär gewesen und hatte als Leutnant in Hitlers Wehrmacht an der Ostfront gekämpft. Der Geisteswissenschaftler hatte im Rang eines SS-Hauptsturmführers im besetzten Norwegen gearbeitet, als Nachrichtenoffizier des Sicherheitsdienstes (SD). Die Halbschwester der Photographin war im NS-Staat