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GELEITWORTDie Grafschaft Shropshire liegt dort, wo Englands grünes, heiteres Gelände sich aufwölbt, um dem wilden Grenzgebiet von Wales zu begegnen. Hier sind die unruhigen Marken, jahrhundertelang das Schlachtfeld zwischen Kelten und Sachsen, und darüber hinaus dehnt sich ein dunkles Land mit einem Volk, das niemals wirklich unterworfen, niemals wirklich gezähmt wurde, ein Volk, dessen Christentum noch die lebendige Gegenwart weit älterer Riten verrät. Das ist der Hintergrund, der der Landschaft von Shropshire ihr Mysterium, der Sprache von Shropshire ihren musikalischen Rhythmus und ihre Ahnung längst vergangener Dinge verleiht und den Menschen von Shropshire das dauernde Bewußtsein einer älteren Welt. Wenn von Mary Webb gesprochen wird, muß man mit ihrer Landschaft beginnen, denn Mary Webb ist deren Stimme. Sie wurde 1881 in Shropshire geboren, ihr Vater hatte Waliser Blut in seinen Adern, und sie heiratete einen Mann aus Shropshire. Von Zeit zu Zeit verließ sie wohl ihr Land, lebte sogar die letzten fünf Jahre vor ihrem Tode, 1927, in London, doch in ihrem Geist trug sie die Heimat mit sich. Die lebenswahren Männer und Frauen, denen wir in ihren Büchern begegnen, sind jene, die zu der Landschaft gehören und von denen wir nie genau wissen, ob sie menschliche Wesen oder ob sie nicht, wie die Bäume und die Füchse, Bestandteile der Gegend sind. Ihre Eingebung bleibt tief in einer einzigen Landschaft und in einer einzigen Rasse verwurzelt.