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22. ylAaiSeit heute morgen liegt ein Briet aut meinemSchreibtisch, der mich völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Natürlich ist der Briet von Hans, und er verlangt nicht mehr und nicht weniger, als daß ich den Text zu seinem Reusenfischer-Buch" schreibe!Sein Reusenßscher-Buch, davon spricht er nun schon seit Jahr und Tag, ja, man kann iast sagen, er spricht nur davon. Dabei ist er keineswegs einen seebefore-nen jungen Mann", sondern von Geburt und Abstammung schlicht und einfach Thüringer! Aber wie diese Thüringer so sind: in allen Ferien müssen sie an die Ostsee! Hans selbstverständlich auch, und zwar immerzu aut den Darß. Ohne Darf} kein Ostern oder PRngsten, und es soll mich nicht wundern, wenn er demnächst auch noch Weihnachten aut der Durchfahrt nach Prerow hier auftaucht -vom Sommerurlaub ganz zu schweigen! Wo könnte man den überhaupt anders verbringen als auf dem Darß?Wie viele Aufnahmen hat er mittlerweile dort gemacht. Ich habe mich nicht geirrt, er schreibt tatsächlich gooo, in Worten: neuntausend! Das wäre ja an und für sich nicht so schlimm, aber daß er mir drei davon mitgeschickt hat, ist ein niederträchtiger Trick von ihm. Wenn er meint, daß ich darauf hereinfalle!!!Aber gut sind die Aufnahmen und schön auch, das muß ihm der Neid lassen Wie oft sind wir über den festen weißen Prerowstrand gelaufen, wenn die Boote nach dem Fang auf Land gezogen waren und die Möwen über den zurückgebliebenen Fischkisten hin- und herschossen! Flaschengrün war die See manchmal, und die Wellensäume kräuselten sich wie schaumige Spitzen an einem Jabot . Der Beleuchtung nach muß das Bild im Herbst gemacht worden sein, ebenso wie das vom Weststrand mit dem Windbruch. Vielleicht sogar im vorigen Jahr, als ich an einem Sturmtag mit Hans und seiner Frau durch den Darßwald laufen mußte.7