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Zum Geleit
Kürzlich sagte mir jemand: «Es ist unglaublich, wie Matisse heute immer noch grösser wird.» Tatsächlich ist kein Maler des 20. Jahrhunderts während den letzten zehn Jahren in seiner Wertschätzung derart gestiegen wie Henri Matisse. Dies äussert sich sowohl in den Preisen, die für seine Werke im Kunsthandel erzielt werden, als auch in einer Anzahl von bedeutenden Ausstellungen, die ihm gewidmet waren und von denen die Retrospektive im Kunsthaus Zürich und in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf, 1982/83, und die Ausstellungen in der National Gallery in Washington : «Henri Matisse : The Early Years in Nice», 1986 und «Matisse in Morocco», 1990, erwähnt seien. Eine äusserst verdankenswerte Leistung stellt auch die im Museum für Kunst und Geschichte des benachbarten Freiburg durchgeführte Ausstellung der Graphik des Meisters, 1982, dar. Aber nicht nur in solchen offiziellen Manifestationen, sondern - was wichtiger und zukunftsträchtiger ist - auch in der Kunst selbst ist heute Matisse aktueller denn je.
Ein vollständiger Überblick über die Skulpturen von Matisse wurde 1957 geboten, u.a. im Kunsthaus Zürich. Seither sind grössere Gruppen von Skulpturen gezeigt worden im Musée Toulouse-Lautrec Albi, 1961, im Museum of Modern Art New York, 1972, im Musée national d'art moderne Paris und im Palais des Beaux-Arts Brüssel, 1975, und in der Täte Gallery London, 1984. Nun sind wir sehr dankbar, dass das Musée Matisse in Nizza während seines Umbaus sein Vorhaben, in einer europäischen Stadt eine Ausstellung der Skulpturen durchzuführen und damit einen Überblickskatalog zu verbinden, mit Bern zusammen realisiert. Was jetzt vor hegt, ist ein bis auf wenige einzelne Stücke vollständiger