Bővebb ismertető
Erstes Kapitel Die WaldwieseBei der Waldwiese, auf der alten Linde, die sich noch kaum belaubt hatte, saß Kuno, der Star, vor Sonnenaufgang und putzte sich im Frühlicht. Seine Brust glänzte schwarz und golden, er war ein prächtiger Vogel. Unten am Traulenbach, der unter der Linde dahinfloß, lief Onna, die Bachstelze, im Sand am Wasser dahin zwischen den jungen Trieben des Schilfs. Hallo! rief Kuno. Hören Sie auf zu wippen, Madame; ich bin angekommen, verstehen Sie? Es wird Frühling! Die Bachstelze machte halt und sah hinauf. Ach so, ein Star, sagte sie. Stare gibt's genug.Aber wenige, wie ich einer bin! Übrigens bin ich erst kürzlich angekommen - eigentlich zu früh, verstehen Sie? Ich versteh' schon, gab Onna zurück. Sie wollen doch nicht-etwa hier nisten?Hier? Wo denn? In der Linde? Zwischen Krähen, Eulen und Eichhörnchen, oder gar in Ihrer Nähe? Sie haben eine Ahnung, Madame. Aber ich habe mir gleich gedacht, daß Sie nichts verstehen. So sitzen Sie doch wenigstens still. Mein Gott, ist das ein Tag!Sie sind einfach unverschämt, sagte Onna ärgerlich. Ach, denken Sie sich, rief Kuno erstaunt, das haben verschiedene Leute schon oft behauptet. Ich kann mir gar nicht recht ausmalen, wie solch ein Gerücht hat aufkommen können. Die Leute sind heutzutage geradezu auf böse Nachrichten aus. Merkwürdig. Aber ein Tag ist das heute, nicht wahr? Meinetwegen, meinte Onna und wollte weiter. Warten Sie, rief der Star, und reden Sie nicht immer; dabei kommt ja kein Wesen zu vernünftigen Worten. Was haben Sie da eben gegen den Frühling gesagt? Es ist sonderbar, wie geschwät-5