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Uorwort
Geschichte ist wie ein guter Krimi. Viele Fragen stellen sich überhaupt erst auf den zweiten Blick, manche Spuren liegen verborgen oder wurden verwischt. Und was der schöne Schein glauben machen will, ist selten die ganze Wahrheit.
Licht ins rätselhafte Dunkel vergangener Ereignisse zu bringen - das ist die Aufgabe der History-Reporter, unserer Detektive der Geschichte. Sie wühlen in Archiven nach geheimen Dokumenten, sprechen mit Augenzeugen und Experten, entlocken manchem Beteiligten nach jahrzehntelangem Stillschweigen doch noch die Wahrheit. So fördern sie Überraschendes, Unerwartetes, Unglaubliches zutage - und zerstören manchen Mythos.
Im Mittelpunkt stehen immer wieder die vermeintlich wohl bekannten Menschen und Ereignisse: Ganz gleich, ob unsere Detektive der Geschichte im exzentrischen Wilhelm II. einen Mann als »Medienkaiser« entlarven, der sich früher als seine Zeitgenossen durch geschickte PR-Arbeit in Szene setzte; oder ob sie die »Lebensborn«-Heime, die
vermeintlichen »Edelbordelle« der SS, als überaus biedere, rassenideologisch verbrämte Versorgungsheime für junge, unverheiratete Schwangere entzaubern - bei History geht es um die Geschichte hinter der Geschichte. Über unzähligen vergangenen Ereignissen liegen noch immer die Schwaden jener Nebelkerzen, die Inszenierung, Desinformation und Propaganda schon vor Jahrzehnten verbreitet haben - nach dem Motto Winston Churchills: »Die Wahrheit ist ein so kostbares Gut, dass sie durch einen Wall von Lügen geschützt werden muss.«
Nehmen wir drei Beispiele, die nicht von ungefähr mit den beiden großen Völkerschlachten des 20. Jahrhunderts, dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg, zu tun haben -schließlich stirbt im Krieg die Wahrheit stets zuerst. Da ist die Geschichte der Mata Hari. Die schöne, exotische und geheimnisvolle Verführerin, deren Leben im Jahr 1917 ein jähes Ende vor den Gewehrmündungen eines französischen Exekutionskommandos nahm, wurde schon zeitlebens legendär: Mit