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DER GUMPLACHER SCHULMEISTER lm Winter 1895 arbeitete Andreas. Er war fleiBig wie ein armer Student, der nicht in alle Ewigkeit auf den Wechsel vom Hause rechnen kann. Als es aber Frühling ward, ging eine Veránderung mit ihm vor. Wáhrend der Osterferien, die er aus Mangel an Reisegeld in Berlin verbrachte, muBte er immerfort an die Freunde denken und an die Fahrten, den Rliein zu Berge. Ein ausgiebiger Vorrat von des Vaters prickelndem FederweiBen befand sich im Boot. Das Heimweh veranlaBte den jungen Mann zum Nachdenken. Er überlegte sich die groBe Zahl der Geschwister und die schlechte Ernte des vorigen Jahres. Nun, mit dem Weinberg, der nur noch alle sieben Jahre einmal ordentlich trug, würde er nichts mehr zu tun habén. Sein zukünftiges Erbteil ging bei seinem Studium im voraus drauf. Merkwürdigerweise schloB Andreas hieraus nicht, daB er um so schneller auf das Examen loszuarbeiten habe, sondern daB seine Anstrengungen gar zu wenig lohnend seien. Als mittelloser Schulamtskandidat war alles, was er tun konnte: nach Gumplach zurückzukehren und auf eine Anstellung am Progymnasium warten. War das eine Zukunft für ihn, Andreas Zum~ see, dessen Talent, nach Ansicht aller, zu groBen Hoffnungen berechtigt hatte? Mit achtzehn Jahren hatte er Gedichte gemaciit, mit denen seine Freunde und sogar er selbst vollkommen zufrieden gewesen waren. Seitdem hatte der Gumplacher Anzeiger" eine Novelle von ihm gebracht, die ihm die Gunst des Mázens von Gumplach eingetragen hatte. Es war der alte Herr, den es in jeder kleinen Stadt gibt und der bei