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Vorwort
J. A. Komensky - den Müttern
Jan Amos Komensky (1592-1670), der sich, dem Gelehrtenbrauch seiner Zeit folgend, Comenius nannte, verfaßte zwischen 1628 und 1632 das „Informatorium der Mutterschul" zuerst in seiner tschechischen Muttersprache als „Informatorium skoly matefske".
Diese erste wissenschaftliche Anleitung zur Bildung und Erziehung der Kinder im Vorschulalter wurde kurze Zeit danach vom Verfasser ins Deutsche übertragen. Sie zählt zu den großen Werken der pädagogischen Weltliteratur, die treu bewahrte Erziehungstradition, persönliche pädagogische Erfahrung, schöpferisch verarbeitete Anregungen zeitgenössischer Pädagogen mit systematisch-konstruktiver Meisterschaft organisch vereinigt und anschaulich-reizvoll zum Ausdruck bringt.
In zwölf Kapiteln wird über Ziele, Inhalte und Wege berichtet, wie „fromme Eltern teils selbst, teils durch ihre Ammen, Kinderwärterin und andere Mitgehilfen" die „Kinder recht erziehen sollen, ehe sie den Präzeptoren übergeben werden".^ Diese „Auferziehung" umfaßt Gedanken und Maßnahmen, die der Sorge für die „Leibesfrucht" der werdenden Mutter, der Ernährung und Gesunderhaltung des Säuglings und des Kleinkindes, der Entwicklung der Sinnesorgane, des Verstandes, der Fähigkeiten und sittlichen Gewohnheiten sowie der Frömmigkeit des Kleinkindes gelten. Schließlich werden auch Vorschläge unterbreitet, wie das Kind sinnvoll auf den Schulbesuch vorzubereiten ist. Das „Informatorium" ist zu Recht ein „goldenes Büchlein der vernünftigen Liebe und der mütterlichen Fürsorge", reich an „liebenswürdiger und lächelnder Zärtlichkeit"^ gegenüber den Kindern genannt worden. Sie werden als „teuerste Gabe und edelstes Kleinod", wertvoller als „Silber, Gold, Perlen, Edelgestein"^ erachtet. Obwohl Komenskys „Informatorium der Mutterschi^l" -ungeachtet mancher nur aus der geschichtlich-kulturellen Umwelt zu verstehenden Aussagen - Bleibendes vermittelt,