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Kapitel 1
Der große, graue Hengst stand auf einer Felsklippe und starrte auf das stürmische Meer hinaus. Die Wellen donnerten gegen die schroffen Felsen und der Himmel verdüsterte sich immer mehr.
Die Insel war sein Reich. Es war eine karge Landschaft aus Ginstergestrüpp und zähem Heidekraut, mit steilen Felsklippen, in denen Seevögel nisteten. Im Nordosten der Insel sprudelte ein kleiner Bach aus einer Süßwasserquelle. Die Insel war praktisch nicht begehbar - bis auf eine Bucht im Süden, an der die Klippen zerfallen waren und die Felsen einen Durchgang ins Innere der Insel freigaben.
Auf den Felsen befand sich ein uraltes Haus, von dem aus man aufs Meer blicken konnte.
Der Hengst machte auf der Hinterhand kehrt und begann auf das Haus zuzulaufen, bis ihn das Wiehern seiner Stuten abrupt zum Stehen brachte. Er zögerte. Obwohl die Stuten bei ihm an erster Stelle standen, zog ihn dieses alte Haus magisch an. Die Ereignisse der letzten Tage zogen noch einmal an ihm vorüber
Die Stuten riefen erneut, und da preschte der silbergraue Hengst entschlossen los, zurück zu seiner Herde.