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An der Wende zur Neuzeit
Das 15. Jahrhundert, die Zeit Gutenbergs, ist ein Jahrhundert, das eine Fülle historischer Begebenheiten birgt und in der allgemeinen Terminologie schlicht als Beginn der Neuzeit bezeichnet wird. Die Urteile über die Ereignisse dieser Zeitspanne sind so verschieden wie die Charaktere ihrer Kritiker. Die politische Hauptfigur, um in der hierarchischen Reihenfolge zu beginnen, ist der deutsche Kaiser Friedrich III., der 1440-1493 regiert und damit der Zeit seinen Stempel aufdrückt. Die Politik wird getragen von den Machtkämpfen der Fürsten untereinander, die bestrebt sind, ihre Länder zu vergrößern und Einfluß auf die Gesamtpolitik zu gewinnen. Der deutsche Kaiser hat als Vertreter des gesamten Reiches keine Macht. Er stützt sich ebenfalls auf seinen Eigenbesitz, die sogenannte Hausmacht, um sich Einfluß zu verschaffen. Die Habsburger sind aus den Wirren um die Macht im Deutschen Reich als Sieger hervorgegangen. Das hinderte die Fürsten keineswegs, ihre Interessen aufzugeben. Kaiser Friedrich hatte offensichtlich nicht die Neigung, als ordnende Macht in diese Händel einzugreifen. Er hatte mit seinen österreichischen Erblanden alle Hände voll zu tun, denn 14531 eroberten die Türken Konstantinopel und rückten damit bedenklich nahe an den Balkan heran. Die Ungarn waren den Österreichern nicht wohlgesonnen, und in der Schweiz rebellierten die Eidgenossen2. Aber aller drohenden Gefahr zum Trotz betrieb Friedrich Heiratspolitik für seine Familie und mied die